München - Xherdan Shaqiri ist voller Vorfreude über seinen Wechsel zum FC Bayern. Besonders auf Franck Ribéry ist der "Kraftwürfel" gespannt, schließlich eilt beiden der selbe Ruf voraus. Allerdings gibt es auch ein Problem mit dem Schweizer.

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Xherdan Shaqiri könnte den Bayern gleich zu Saisonbeginn für mehrere Wochen fehlen.
Dass es Xherdan Shaqiri nicht an Selbstbewusstsein mangelt, hat der Neuzugang des FC Bayern bereits in mehreren Interviews und Statements bewiesen. Jetzt legt der "Kraftwürfel", der im Sommer für etwa zwölf Millionen Euro vom FC Basel nach München wechselt, noch einmal nach. Der "Sport Bild" gab der 20-Jährige jetzt eine Selbsteinschätzung über seine fußballerischen Fähigkeiten und kam dabei zu folgender Erkenntnis: "Mit mir bekommt die Bundesliga sicherlich einen Spieler, der die Tricks, das Spektakel, das Besondere liebt. Langweilig wird es mit mir so hoffentlich nicht", sagt Shaqiri und legt sogar noch nach: "Ich denke, dass ich ein Spieler bin, den die Zuschauer lieben. In Basel wurde ich schnell Liebling der Fans. Ich bin offen, ehrlich und liebe auf dem Platz das Risiko."
Shaqiri gibt zu, sich besonders auf Ribéry zu freuen. "Ribery eilt der Ruf des Spaßvogels voraus. Das Gleiche sagt man über mich in Basel. Wann immer in der Kabine ein Scherz gemacht wird, bin ich es. Ich denke, es könnte einen schönen Zweikampf zwischen Franck und mir werden", kündigt er an.
Auf dem Platz werden sich beiden auch um einen Platz duellieren, wenngleich Shaqiri die "Zehn" als seine Lieblingsposition bezeichnet, "aber ich kann genauso gut auf beiden Flügeln spielen."
Das ist das primäre Ziel. Zu den weiteren gehört, mit den Bayern so schnell wie möglich Titel zu gewinnen. Welche? Shaqiri hat eine Präferenz: Mein Ziel ist es ganz klar, mit Bayern bis 2016 die Champions League zu gewinne. Ich denke, das ist realistisch."
Probleme könnte es allerdings im Sommer geben, denn Shaqiri sollte dann eigentlich mit der Schweizer U21 bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) weilen. Genau dann befindet sich der FC Bayern in der Vorbereitung auf die neue Saison, die am 24. August startet.
Bayern oder Olympia, diese Frage stellt sich nun für Shaqiri. Der hält sich die Option London 2012 offen. "Ich werde mich mit den Bayern-Verantwortlichen so schnell wie möglich darüber unterhalten und das klären."
Am Dienstag hatte sich Trainer Jupp Heynckes in der Olympia-Frage gelassen gezeigt. „Da habe ich mir bisher überhaupt noch keine Gedanken gemacht“, sagte Heynckes über die noch Monate entfernten Sommerspiele. Im Fokus stehen die Pflicht-Aufgaben der aktuellen Saison und nicht Olympia. „Das Thema haben wir bisher überhaupt nicht erörtert und deswegen kann ich auch da nichts Konkretes zu sagen.“ Im Gegensatz zu den EM-Teilnehmern könnte der Schweizer Shaqiri die komplette Bayern-Vorbereitung auf die neue Saison absolvieren, wenn er nicht an den Spielen in London teilnimmt.
Vor den Spielen in Peking hatte der FC Bayern dem Argentinier José Ernesto Sosa und dem Brasilianer Breno in der Saisonvorbereitung die Freigabe erteilt. Beide fanden danach nicht wie erhofft den Anschluss. Der unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehende Breno war in der vergangenen Woche erneut am rechten Knie operiert worden. Eine Prognose, wie lange er ausfällt, gibt es nicht.
wi/dpa



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