Dortmund - Hans-Joachim Watzke stellt Uli Hoeneß im übertragenen Sinne als Vielfraß dar und zeigt sich auch sonst süffisant. Der BVB-Boss erklärt zudem, warum er Bayern nur bedingt als Konkurrenz auf dem Transfermarkt sieht.

© dapd
Hans-Joachim Watzke als Sprayer
Trotz sportlicher Erfolge und des spektakulären Transfers von Marco Reus sieht Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom deutschen Meister Borussia Dortmund Rekordchampion Bayern München noch immer klar als erste Kraft im deutschen Fußball. „Bayern ist uns wirtschaftlich um Lichtjahre voraus“, sagte Watzke der Sport Bild. Dass der BVB schon wieder an der Tabellenspitze stehe, sei nur eine „Momentaufnahme“. Die Wahrscheinlichkeit, dass Bayern deutscher Meister wird, sei am größten. „Sie liegt nicht bei 90 Prozent, aber sie ist die höchste“, sagte Watzke.
Der BVB-Boss schreibt dem Konkurrenten aus München einen „dramatischen Vorteil“ zu, „dass sie in diesem Land sind, das unendlich reich ist. Und dass sie da keine Konkurrenz haben. Der Sponsorenkuchen, der in Bayern gebacken wird, ist doppelt so groß wie der in Nordrhein-Westfalen. Und wenn der dann auf den Tisch kommt, dann sitzt der Uli (Bayern-Präsident Uli Hoeneß, d. Red.) da und verspeist ihn. Wir könnten 50 bis 60 Millionen Euro mehr umsetzen, wenn wir der einzige Klub in NRW wären.“
2004 hatte der FC Bayern den Schwarz-Gelben kurzfristig zwei Millionen Euro geliehen. Diese Anekdote hatte Hoeneß vor kurzem enthüllt. "Das war eine noble Geste", sagt Watzke nun und schiebt süffisant hinterher: "Aber ich kann Kalle Rummenigge beruhigen. Er braucht wegen uns keine Rückstellungen mehr zu bilden. Das wied nie wieder passieren."
sid



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