München - Es ist ein Phänomen: Gegen zehn Stuttgarter hat der FC Bayern nach dem Platzverweis am Sonntag schlechter gespielt als gegen elf. Thomas Müller macht sich daraus einen Spaß.

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Thomas Müller hatte am Sonntag keinen guten Tag
Eine halbe Stunde lang hatten die Bayern in gewohnter Weise dominiert und das Geschehen diktiert. Selbst der überraschende Rückstand durch Christian Gentner (6. Minute) hatte die Münchner weder aus dem Rhythmus noch aus dem Konzept gebracht. Nach dem schnellen Ausgleich durch Gomez (13.) und klaren Chancen im Minutentakt schien es nur eine Frage zu sein, ob die unterlegenen Schwaben wie vor einem Jahr fünf Gegentreffer (wie im Punktspiel) oder sechs (wie im DFB-Pokal) kassieren würden.
Nach Cristian Molinaros Platzverweis, der beim VfB eine scharfe Schiedsrichter-Schelte auslöste, war die Bayern-Herrlichkeit jedoch plötzlich passé. “Wir haben gegen elf besser gespielt als gegen zehn. Von daher hat der Schiedsrichter denen doch geholfen“, spottete der weitgehend blass gebliebene Thomas Müller. Trainer Jupp Heynckes bescheinigte seinen Schützlingen, gegen den vollzähligen Kontrahenten “klasse gespielt“ zu haben: “Komischerweise war das bei Elf gegen Zehn nicht mehr der Fall.“
Hingegen geißelte Gomez den Qualitätsabfall als “schade und extrem ärgerlich“. Der im Sommer 2009 für schätzungsweise 35 Millionen Euro von den Bayern gekaufte Stürmer bewies einmal mehr, dass dies gut investiertes Geld war. Mit 15 Treffern hat er knapp 40 Prozent aller Saisontore des Spitzenreiters erzielt. Und der VfB liegt dem spanischen Schwaben wohl ganz speziell: In den zurückliegenden fünf Vergleichen traf er siebenmal. Die kläglich vergebene “tausendprozentige Chance“ in der 5. Minute ärgerte Gomez aber nicht: “Normalerweise fängt man dann an zu grübeln. Aber hier ging mir direkt durch den Kopf: In dem Stadion hast Du das Toreschießen gelernt, da machst du noch ein, zwei Dinger.“
dpa



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