München - Eiszeit bei den Münchner Fußball-Rivalen - im Stadion-Streit zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern haben sich die Fronten verhärtet.

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Manfred Stoffers reagiert auf die Attacken von Uli Hoeneß
Bayern-Präsident Uli Hoeneß reagierte mit einem Wutausbruch auf die Millionenklage der Löwen, die an der Rechtmäßigkeit des Verkaufs ihrer Stadion-Anteile im Jahr 2006 an den deutschen Rekordmeister zweifeln und zudem den damaligen Preis von elf Millionen Euro für zu niedrig halten. “Viele haben gesagt: Lasst sie absaufen. Aber wir Idioten im Vorstand haben sie nicht absaufen lassen - und jetzt werden wir dafür verarscht“, schimpfte Hoeneß bei einer Talkrunde am Donnerstagabend in Nürnberg.
Die Bayern wollten sich zu der juristischen Offensive des Nachbarn eigentlich nicht äußern und hatten am Donnerstag über Medienchef Markus Hörwick wissen lassen, dass “wir uns mit wichtigeren Dingen beschäftigen als diesem Theater, das der TSV 1860 da inszeniert“. Doch Hoeneß platzte am Abend beim Sport-Talk einer Nürnberger Brauerei der Kragen.
Auf der Löwen-Homepage reagierte Stoffers am Freitag auf die Attacken von Hoeneß und betonte, man werde auf keinen Fall diese Auseinandersetzung auf dem Boulevard austragen. “Der Präsident des FC Bayern wirft uns in drastischer Wortwahl vor, wir würden den FC Bayern durch unsere juristischen Maßnahmen verulken. Dies weisen wir in der gebotenen Deutlichkeit zurück. Allein schon der Respekt vor Recht und Gesetz verbietet es, ein Gericht für einen Ulk zu missbrauchen“, schrieb Stoffers, "Wer trotzdem einen Ulk vermutet, verkennt sowohl die Ernsthaftigkeit unseres Anliegens wie auch die Seriosität und Stichhaltigkeit unserer Begründungen. Wir hoffen nach wie vor, dass wir die Meinungsverschiedenheiten am Konferenztisch und nicht im Gerichtssaal klären können“.
Nicht nur der Verkauf der Stadionanteile sorgt für gereizte Stimmung bei den Münchner Clubs. 1860 verweigert seit Saisonbeginn die Zahlung der Catering-Pauschale und ist deswegen von den Bayern verklagt worden. Der Streitwert beträgt 500 000 Euro. Am 24. März will das Landgericht München entscheiden, ob die Cateringregelung aus kartellrechtlicher Sicht zu beanstanden ist.
dpa



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