017.02.10|FC Bayern|96 Kommentare
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München - Da dürfen sich die Bayern aber ganz herzlich bei Herrn Ovrebö bedanken. Der Skandal-Schiri aus Norwegen schenkte den Bayern kurz vor Schluss den Sieg gegen Florenz…

© dpa
Der Ball ist im Tor. Franck Ribéry und Torschütze Miroslav Klose jubeln, Felipe Dias da Silva Dalbelo reklamiert vergeblich auf Abseits
Was mussten die Bayern am Mittwoch zittern. Auch gegen zehn Mann (Florenz’ Gobbi sah Rot) mühten sie sich lange erfolglos, nach Kröldrups Ausgleich stand es lange 1:1. Doch eine krasse Fehlentscheidung ermöglichte den 2:1-Siegtreffer des eingewechselten Miro Klose. Mamma mia, da hatten die Bayern Dusel!
Statt einer Zaubershow von Robbéry gab’s zu Beginn das große Zittern. Ribéry und Robben blieben lange blass, dafür brannte es hinten immer wieder. Van Buyten und Butt eierten sich das Leder fast ins eigene Tor. Speziell der Torwart zeigte ungewohnte Schwächen: Nach einem Freistoß blieb er auf der Linie kleben, Natali verfehlte nur knapp (18.). Der Esprit der letzten Wochen schien irgendwo zwischen Limmerhof und Arena verloren gegangen zu sein.
„Sie haben zu langsam gespielt“, urteilte Sky-Experte Stefan Effenberg. Doch dann setzte einer ein Zeichen: Der Effenberg der Neuzeit. Mark van Bommel trat Montolivo um, sah Gelb. „Er wollte ein Zeichen setzen“, meinte der echte Effe. Es dauerte aber, bis dieses ankam. In den letzten Minuten des ersten Durchgang kamen die Bayern – und speziell Robben – in Schwung. Der Holländer passte super auf Ribéry, der im Strafraum gelegt wurde. Gomez’ Treffer ins leere Tore zählte nicht, weil Ovrebö, der beim Skandal-Halbfinale 2009 für das Aus vom Michael Ballack und dem FC Chelsea sorgte, schon vorher pfiff. Robben war’s egal. Der Turbo-Dribbler – nicht Butt! – trat zum Elfer an und traf in der Nachspielzeit zur Führung.
In der Pause gab’s ein Donnerwetter – und einen Nackenschlag. Van Buyten (Wadenprellung) musste verletzt raus, für ihn kam Youngster Contento zum Debüt. Dieses begann mit einem Schock: Wieder schwamm die Abwehr. Nach einer Ecke staubte Kröldrup ab, 1:1. Ein Gegentor im eigenen Stadion: der GAU!
Die Bayern versuchten jetzt alles: Robben legte quer – und fand keinen Abnehmer (59.). Eine Minute später probierte es Robben selbst: vorbei! Van Gaal ging voll auf Risiko. Klose und Olic kamen, die Bayern drückten. Und die Partie wurde ruppiger. Der wüste Gobbi sah nach einem Elbbogencheck gegen Robben Rot (73.).
Die Angriffe wurden immer unkontrollierter. Aber dann griffen die Unparteiischen ein: Frey wehrte einen Robben-Schuss ab, Olic köpfte zu Klose, der über einen Meter im Abseits stand. Kaum zu glauben: Kein Pfiff ertönte, das Tor zählte – 2:1 (89.)! Die Bayern sogar noch mit Chancen auf das 3:1, Robben verfehlte zweimal knapp (91., 94.). Aber das wäre des Guten zu viel gewesen…
ta, jj, mic
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