München - Haut’s es weg“ forderten die Fans des EHC München in ihrer Choreographie vor dem Spiel gegen Augsburg. Ganz so einfach wie beim 5:0-Sieg in der Olympiahalle war es aber nicht.

© sampics
Martin Schymainski bejubelt das 2:1 für den EHC.
Doch so einfach, wie der gamsbärtige Kobold auf den Plakaten die Legionäre der Römer-Stadt Augsburg nasenstüberte, war es nicht. Nicht wie beim 5:0-Sieg im Olympiahallen-Spiel vor einem Monat. Am Ende siegte der EHC aber mit 3:1.
Der EHC ging nach 58 Sekunden dank Christian Wichert in Führung. Zwei Minuten später glich Augsburg in Überzahl durch Mario Valery-Trabucco aus. Es war ein flottes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Auf EHC-Seite war es vor allem Wicherts neuformierte Reihe mit Jason Ulmer und David Wrigley, die für Gefahr vor Jordan Parises Tor sorgte. In der 19. Minute hatten viele der 5206 Zuseher bei Ulmers Schuss schon gejubelt, doch der Schuss strich am kurzen Pfosten vorbei. Insgesamt fehlte jedoch ein Spieler wie der absente Klaus Kathan, der direkt vor dem Tor die Rebounds einnetzt.
Dann kam er doch, der zweite Nasenstüber für die Augsburger Legionäre (42.). Und zwar durch Martin Schymainski. Der Stürmer hatte tags zuvor der tz noch grinsend gesagt: „Ich treffe oft gegen meinen Ex-Klub.“ Er wand sich durchs Drittel zum Tor. Zankte sich nach Scheibenverlust hinterm Kasten mit Brian Roloff. Stahl sich dann vors Tor und stocherte die Scheibe rein. 2:1!
Augsburg drängte in den letzten Minuten durch den emsigen Chad Bassen (55.) auf den Ausgleich. Doch der EHC erkämpfte sich mit Torwart Jochen Reimers sicherer Hand und Mike Kompons 3:1 ins leere Tor Sekunden vor Schluss den Dreier. Perfekter Auftakt am „vielleicht wichtigsten Wochenende der Saison“, wie Verteidiger Sören Sturm feststellte. Am Sonntag wartet mit Krefeld der nächste Verfolger im Kampf um die Playoffs.
wim



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