München - Das Gerücht, Torwart-Ass Jochen Reimer würde überlegen, nach Nürnberg zu wechseln, sorgt beim EHC für Unruhe. Der Keeper dementiert.

© sampics
Jochen Reimer
Der EHC München hatte am Faschingsdienstag seine Gaudi – nachmittags. Der neue Mannschaftsbus wurde auf dem Namen „BlueLiner“ getauft, die Feuerwehr spritzte Taufwasser. Abends brannte es dann aber anfangs in der EHC-Defensive lichterloh: 0:2 lag der EHC nach 27 Minuten beim „Fasching on Ice“-Spiel in Nürnberg zurück. Zwar holte der EHC nach feurigem Kampf noch einen Punkt beim Tabellenvorletzten (Endergebnis: 2:3 n.V.) – aber Trainer Pat Cortina sagt: „Wir müssen uns klar steigern, wenn wir in die Playoffs wollen.“
Der Trainer hat das Problem ausgemacht: „Die Spieler waren anfangs zu nervös. Wir dürfen nicht immer daran denken, dass wir gewinnen müssen. Sondern wir müssen uns auf das konzentrieren, was auf dem Eis passiert.“ Drumherum toben eh schon genug Brandherde: Etwa das Gerücht, Torwart-Ass Jochen Reimer würde überlegen, trotz Vertrags bis 2014 im Sommer nach Nürnberg durchzubrennen. Er würde sich nach der Insolvenz von Sponsor Müller-Brot Sorgen machen. Nichts dran, sagte Reimer via EHC-Homepage.
Cortina vermied es daher, am polterfreudigen Aschermittwoch zum verbalen Rundumschlag auszuholen. „Die Spieler machen sich genug Druck.“ Der Trainer gab sich deswegen auch vorsichtig, ob der Heimvorteil (nur zwei der letzten sechs Spiele auswärts) auch wirklich ein Vorteil sein wird. Bei schlechtem Spielverlauf könnte schnell Unmut aufflammen…
So wie nach dem Nürnbergspiel. „Wir haben auf das 0:2 gut reagiert“, sagt Cortina. „Wir werden erst am Ende sehen, ob das ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene waren.“ Der Trainer arbeitet nun mit seinem Team daran, die Flammen zu löschen. Sein Plan für den Endspurt: „Munich hockey. Ein Wechsel nach dem anderen. Alle zusammen. Setzen wir das um, haben wir gute Aussichten auf die Playoffs.“
wim



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