Für kurze Augenblicke erfüllen sich manchmal im Leben Träume. So wie dieser: einsinken, zurücklehnen, Motor starten, kurzes, kräftiges Aufbrüllen, die Tacho- und Drehzahl- Zeiger drehen einmal durch, und dann losrollen.

© Mercedes Benz
Testfahrt mit einem Traumauto: der SLS AMG
Gurgelnd, fauchend, saugend, voller Kraft – ein Auto wie Blitz und Donner, nur dass es nirgendwo in dieser Gegend ein Gewitter gibt. Dies behauptet der Prospekt und hat Recht. Manchmal träumt man Träume zweimal, allerdings mit unterschiedlichen Nuancen. So wie diese hier: Der SLS AMG ist zurück, diesmal ohne Flügeltüren, diesmal ohne Dach. Testfahrt mit einem Traum.
Neue Farben (echt cool das Auto in AMG Metallic Sepang- Braun), ein leicht überarbeitetes Innendesign (der Automatik- Wählhebel hat sich als Schubkrafthebel lückenlos in die Flugzeug-Cockpit-Anmutung eingefügt) und das neue Infosystem AMG Performance Media. Letzteres bedeutet, dass vor allem im Rennsport benötigte Zusatzinformationen wie Quer- und Längsbeschleunigungen, Bremsleistung, Reifenluftdruck und Getriebeöltemperatur in Echtzeit über für den Computer animierte Rundinstrumente angezeigt werden.
Ein Instrument jedoch dürfte schon bald Kultcharakter haben: das, wieviel PS gerade am Galoppieren sind. Weil wir gerade bei der Unvernunft sind. Natürlich ist der Schadstoffausstoß von 302 g CO2 nicht zeitgemäß, natürlich kann man einen Durchschnittsverbrauch von 13,2 Litern im Vergleich zur brachialen Leistung des Fahrzeugs auch nur schönreden – aber da sind wir schon wieder bei den Träumen. Und die sind ja meistens nicht logisch, irrational, oft aber emotional. Deshalb ist Träumen oft so schön.
RDF
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