...obwohl auf der 851 Meter langen Bahn reger Fahrverkehr herrscht: Zero präsentiert hier vor den Toren Münchens seine Elektro- Bikes, die Supermoto S und die geländetaugliche DS. Es ist eine ziemlich stille Sache.
Vor der ersten Fahrt steht allerdings eine kurze Einweisung in die spezifische Fahrtechnik an. Der man gewissenhaft lauschen sollte, denn zum Beispiel sucht man Kupplungs- und Schalthebel vergebens, und auch das Fahrverhalten soll ein bisserl anders sein als beim benzingetriebenen Zweirad.
Dementsprechend eierig sehen die ersten paar Kurven auf der Zero aus. Aber dann beginnt man schnell die Dynamik zu genießen, da auch die Scheibenbremsen vorn und hinten gut verzögern. Nach Angaben des Herstellers soll die Kapazität des Akkus für 80 bis 100 Kilometer ausreichen. Daran sind aber Zweifel erlaubt, denn schon bei unseren Testfahrten bewegte sich der Zeiger der Ladekontrollanzeige merklich nach unten, sobald wir mit Vollgas unterwegs waren.
Wer weit kommen will, muss also seinen Vorwärtsdrang sehr drosseln und ein gemächliches Tempo einschlagen. In vier Stunden soll der Akku wieder vollständig geladen sein. Als Einstand für die Zero S und DS sind jeweils stattliche 9995 Euro fällig. Dafür ist man dann fast gratis unterwegs: Als Betriebskosten gibt der Hersteller gerade mal 0,01 Euro pro Kilometer an. Spätestens da werden dann die Fahrer konventionell betriebener Motorräder aufhorchen – denn von der Zero S selbst hört man ja nichts.
Volker Pfau























