55 der insgesamt 300 Kilometer Küste auf Fuerteventura sind Strände. Die schönsten liegen im Norden. Hier besteht der Sand aus zerriebenen Muscheln und Meerschnecken. Und es gibt die besten Wellen.

© dpa
Der Strand von El Viejo Rey gehört zu den besten Surfgebieten auf den Kanarischen Inseln.
Er zeigt auf die Gebirgszüge hinter dem Strand, die den Nord-Ost-Passatwind enorm beschleunigen. Zusätzlich muss sich der etwas kühlere Passatwind unter den warmen Luftmassen hindurchzwängen, die von der Sonne aufgeheizt im Inselinneren aufsteigen. “Es handelt sich um eine Art doppelten Düseneffekt“, erklärt Enrico.
Auch Carolin aus Ulm und ihr Freund Björn aus Hannover sind nach Fuerteventura gekommen, um einen Windsurf-Kurs zu machen. “Ein Fuß am Mast, der andere leicht nach hinten versetzt auf der anderen Seite des Bretts“, ruft Enrico. “Sonst könnt Ihr mit den Wellen das Gleichgewicht nicht halten.“ Seine Schüler balancieren mit wackeligen Knien auf den Brettern. Immer wieder muss Enrico einigen aufs Bord helfen, meist steht er bis zur Brust im Wasser, um die Technik zu erklären.
Mit einem gewaltigen Tosen kommt eine Serie größerer Welle auf Isabel zu. “Warte noch etwas, noch ein wenig, jetzt aufs Brett“, ruft ihr Surf-Lehrer Francis Suber zu. Die Kraft des Wassers ist gewaltig. Fast verliert sie das Gleichgewicht. “Verlagere Dein Gewicht etwas nach links und geh ein wenig mehr in die Knie“, schreit Fancis seiner Schülerin zu. Isabel fängt sich wieder und beginnt, mit der Welle zu spielen, auf ihr zu balancieren, bis sie schließlich ins Wasser fällt. Nach wenigen Sekunden taucht sie wieder aus dem schäumenden Meer auf, strahlt von Ohr zu Ohr und paddelt gleich wieder hinaus, um einen neuen Versuch zu starten.
Am Strand des alten Königs tummeln sich an diesem ruhigen Tag vor allem Surfschulen, fortgeschrittene Wellenreiter zieht es an den Strand von Cofete weiter im Süden, wo die Wellen mächtiger brechen. Es ist einer der schönsten und unberührtesten Strände Fuerteventuras, hinter ihm ragen steile Berge auf.
Ein weiterer Top-Surfspot ist die Nordspitze Fuerteventuras, wo eine Meerenge zwischen Corralejo mit seinem schönen Sanddünen-Naturschutzpark und der vorgelagerten Isla de Lobos gigantische Wellen formt. Hier könne man bis zu 150 Meter auf einer einzigen Welle reiten, versichert Surflehrer Francis - wenn alles perfekt läuft.
MEHR INFOS: An der Süd-Westküste von Fuerteventura; in dem kleinen Dorf La Pared befindet sich die Surfschule Adrenalin www.adrenalin-surfschool.com.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.