Colombo - Malediven-Urlauber haben Grund zur Freude: Aus triftigen Gründen will die Regierung die Schließung von Wellness-Zentren überdenken.
Nach Protesten aus der Tourismusbranche will die Regierung der Malediven die vor wenigen Tagen angeordnete Schließung von Wellness-Bereichen in allen Hotels des Inselstaates überdenken. “Wir prüfen derzeit, ob wir es den Resorts doch gestatten, ihre Wellness-Zentren weiter zu betreiben“, sagte Tourismusministerin Mariyam Zulfa nach Angaben der Nachrichtenwebsite “Haveeru Online“. Sie räumte ein, dass das Verbot erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus haben könnte, eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.
Nach Bekanntwerden der Entscheidung wies der Chef des Tourismusverbandes Mati, Mohamed Ibrahim, die Vorwürfe zurück und warnte vor massiven finanziellen Verlusten für die Hoteliers. Gleichzeitig appellierte er an Regierung und Islamisten, eine einvernehmliche Lösung für den Streitfall zu finden.
Die Malediven im Indischen Ozean bestehen aus rund 1200 Inseln. Wichtigste Wirtschaftszweige des knapp 400 000 Einwohner zählenden Landes sind Fischerei und Tourismus. Nach Schätzungen setzt die Tourismusbranche jährlich rund 1,2 Milliarden Euro um und ist damit mit etwa 30 Prozent am Bruttoinlandsprodukt beteiligt. Bei deutschen Urlaubern gelten die Malediven vor allem als Taucherparadies.
dpa
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