Ganz schön was los auf den bestens gepflegten Loipen in Bayrischzell. Der kleine Ort am Fuße des Wendelsteins ist ein richtiges Schneeloch, weshalb sich hier die Fans der dünnen Bretter sicher noch länger austoben können.
Wer den Sport ausprobieren will, muss sich entscheiden: Steige ich in der klassischen Technik in die Spur oder daneben im sportlich anspruchsvolleren und schnelleren Skatingstil mit Schlittschuhschritttechnik? Je nach gewählter Technik unterscheiden sich Schuhe, Bindung, Stöcke und Ski. Hier die wichtigsten Kriterien:
Schuhe:
Bindungen:
Stöcke:
Ski:
Für die Skilänge gilt folgende Grundformel: Körpergröße + 20cm = Klassik-Skilänge, Körpergröße + 10cm = Skating-Skilänge. Je nach Gewicht und sportlichem Anspruch des Läufers kann das aber variieren. Bei klassischen Ski gibt es für Einsteiger praktische NoWax-Ski mit Schuppen in der Steigzone. Hier muss nur die Gleitzone vorne und hinten regelmäßig mit Gleitwachs gepflegt werden. Bei Modellen ohne Schuppen muss zusätzlich die Steigzone unter der Bindung mit Steigwachs oder Klister behandelt werden, um optimalen Abdruck beim Laufen zu garantieren. Bei Skating-Modellen sollte die gesamte Lauffläche mit entsprechendem Gleitwachs regelmäßig gepflegt werden.
Locker bleiben und genießen!
Ist Langlaufen im Trend?
Wörle: Wir stellen seit einigen Jahren einen ganz starken Langlauftrend fest. In den DSV Nordic aktiv-Zentren wie Bayrischzell sind Classic- und Skatingkurse gefragt wie noch nie, auch bei Jüngeren.
Klassisch oder Skating – für wen eignet sich was am besten?
Wörle: Der Vorteil der klassischen Technik ist, dass man auch ganz gemütlich (ski)wandern kann. In der Skatingtechnik brauche ich immer eine gewisse Grundgeschwindigkeit. Das ist – zumindest für den Einsteiger – deutlich anstrengender. Allerdings kann ich im Skating auch deutlich höhere Geschwindigkeiten erzielen. Und das macht natürlich extrem Spaß. Kurz: für den Einsteiger und konditionell etwas Schwächeren eignet sich die Klassiktechnik. Wer sportlich und gut trainiert ist, der kann ganz nach Lust und Laune beide Techniken genießen.
Was empfehlen Sie jemandem, der das Langlaufen einmal ausprobieren möchte?
Wörle: Ich würde unbedingt einen Schnupperkurs bei einem ausgebildeten Trainer empfehlen. Oft reichen ein paar kleine Tipps vom Experten, dass aus Anstrengung und Unsicherheit fast von alleine Spaß und Genuss entstehen. Ich würde mir dafür die passende Ausrüstung im Sportfachhandel ausleihen. Für Einsteiger gibt es etwas breitere und kürzere Ski, auf denen man sehr sicher steht.
Der größte Fehler bei Einsteigern ist übergroßer Ehrgeiz. Mein Motto: locker bleiben, langsam laufen und genießen!
Petra Rapp


© tz draußenSportlich anspruchsvoll: der schnellere Skatingstil mit Schlittschuhschritttechnik.
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© WörleDSV-Trainer Alexander Wörle










