Bodenmais/Lohberg - Franz Weinberger hat gleich zwei Dienstautos, um die ihn mancher beneiden dürfte. Das eine knattert und knarzt und braucht gelegentlich gutes Zureden.

© dpa
In durchschnittlichen Jahren ist im Bayerischen Wald an 150 Tagen Langlaufen möglich.
Das andere ist ein PS-Monster: rot, riesig, laut. Weinberger ist der Loipenmeister auf dem Bretterschachten, dem schneesichersten Langlaufgebiet im Bayerischen Wald . Auf dem alten Skidoo oder dem hochmodernen Pistenbully sitzend drückt er die Spuren für die klassischen Langläufer in den Schnee und walzt die Fläche für die Skater eben.
„Mehr als 80 Kilometer Pisten haben wir hier oben“, erklärt Weinberger. „In einem durchschnittlichen Jahr kann man 150 bis 160 Tage Langlaufen.“ Spätestens im November fängt die Saison an, oft dauert sie bis in den April hinein. „Und das schaffen wir, obwohl wir nur in 1120 Metern Höhe liegen.“
Das ist nicht der einzige Punkt, an dem die Bayerwaldloipe nah an die Grenze heranführt. Wem die 150 Kilometer zu kurz sind, kann an einigen Stellen vom Bayerwald in den Böhmerwald wechseln. In der Nähe von Neuschönau bietet das sogenannte Baumei interessante Einblicke. Es ist der Mittelpunkt des weltweit längsten Baumwipfelpfades. Überwiegend sind die Strecken auch für Anfänger zu meistern. Die Länge der Etappen schwankt zwischen 7 und 30 Kilometern. Wie lang eine Tagestour ist, hängt einzig von der eigenen Kondition ab.
Von Verena Wolff, dpa
REISEZIEL Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. Nach einer Erweiterung im Jahr 1997 hat er eine Fläche von rund 240 Quadratkilometern und bildet zusammen mit Tschechiens Nationalpark Šumava eines der größten Schutzgebiete Europas.
Nationalparkregion Bayerischer www.nationalparkregion.de
Nationalpark Bayerischer Wald www.nationalpark-bayerischer-wald.de/
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