521.08.08|Olympia 2008 PekingFacebook
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Peking - Das Angebot kommt unvermittelt: “Sex?!“, fragt die Prostituierte auffordernd, während sie aus einer Seitenstraße im Vergnügungsviertel Sanlitun auf zwei ausländische Olympia-

© dpa
Touristen unterhalten sich vor einem Nachtclub im Vergnügungsviertel von Peking (Foto vom 27.07.2008). Zwar haben die Sittenwächter das Pekinger Nachtleben vor Olympia "gesäubert" und einschlägige Bars geschlossen, doch auch das älteste Gewerbe der Welt ist olympisch schwer im Geschäft.
“Wie viel soll es kosten?“, fragt einer der verdutzten Ausländer interessehalber. “500 Yuan“, sagt die Frau charmant lächelnd. Umgerechnet 50 Euro. “Für Euch beide zusammen“, fügt sie hinzu. Die attraktive Chinesin scheint Ende 20, Anfang 30 - selbstbewusst, erfahren. Sie nimmt die Hand des Ausländers, hält sie zum ersten Körperkontakt fest. “Na kommt schon.“ Ins Hotel, zu den Ausländern nach Hause oder auch bei ihr. “Egal wo.“
Zwar haben die Sittenwächter das Pekinger Nachtleben vor Olympia “gesäubert“ und einschlägige Bars geschlossen, doch auch das älteste Gewerbe der Welt ist olympisch schwer im Geschäft - nur nicht so auffällig wie sonst. Normalerweise wird jeder Ausländer, der am Eingang zur Sanlitun-
Ob sie nicht Angst habe, nachts allein auf der Straße? Gebe es nicht jemanden, der sie beschützt? “Ich arbeite alleine“, sagt die Frau bestimmt. Sie senkt den Preis: “300 Yuan.“ Ob die Polizei jetzt mit Olympia nicht besonders streng sei, will der Ausländer weiter wissen. “Die kümmern sich nur um Chinesen, nicht um euch Ausländer“, sagt sie, lässt die Hand nicht los. Nur 20 Meter weiter stehen zwei Soldaten am Eingang eines diplomatischen Wohngebiets. Sie schauen zu, sollen ja nur über den Eingang wachen und nicht über Prostitution.
Massen von Fußballfans schieben sich nach dem 3:0-
Hübsche Frauen kommen auch umsonst rein - oder Olympiasieger, von denen einige sogar mit Medaille gesehen wurden. Vielen Gästen hängt der gelbe Olympia-
Dabei ist Prostitution in China eigentlich verboten. Den Frauen wie ihren Kunden drohen sogar Umerziehungslager. Gelegentlich steckt die Polizei jetzt auch Ausländer für ein paar Tage in Haft, wenn sie bei Razzien in Bordellen oder Massagesalons aufgegriffen werden. Gefahr droht aber weniger durch die Polizei, die noch oft genug wegschaut, als vielmehr durch Aids. Nachdem die Immunschwäche in China gefährlich lange ignoriert worden war, ist heute Unwissenheit und der häufig wechselnde Geschlechtsverkehr der Hauptgrund für die stark steigende Zahl der Ansteckungen in China.
“Wo ist Suzie Wong?“, fragt ein Olympia-
Quelle: DPA
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