Garmisch-Partenkirchen - Im Kreise ihres Fanclubs realisiert Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch zum ersten Mal, was sie geleistet hat. So feierlich ist ihre Rückkehr in die Heimat:

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Maria Riesch erfüllte gleich am Flughafen die ersten Autogrammwünsche
Schlafen – was ist das? Für Maria Riesch jedenfalls ist es derzeit ein Fremdwort. Seit ihrem Triumph am Freitag im olympischen Slalom, seit sich die 25-Jährige Doppel-Olympiasiegerin nennen darf, hat sie kaum geschlafen. „Ich habe nicht mitgezählt, aber vielleicht war es eine Stunde im Flieger“, sagt sie. Man merkt es ihr nicht an. Erst recht nicht, als ihr der Fanclub am Sonntag Nachmittag einen großen Empfang im kleinen Kreis bereitet – vielleicht aber auch nur deshalb. Maria Rieschs Körper ist müde und ausgelaugt, doch der Kopf hat das Kommando übernommen und sagt: „Wachbleiben. Genießen.“
Deren Maschine saß aufgrund der Wetterbedingungen in Frankfurt fest. Sie mussten sich per Leihwagen auf die Heimreise machen. Tochter Maria war unterdessen gut aufgehoben. „Es so viele Freunde um sich hat“, sagt sie. Wahrscheinlich war es auch genau diese Atmosphäre auf der Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen, die sie zum ersten Mal in diesen turbulenten Tagen ein wenig zur Ruhe kommen lies. „Ich glaube, ich konnte im Bus zum ersten Mal so richtig loslassen. Da habe ich wirklich realisiert, was mir gelungen ist, und konnte es genießen“ Nämlich in den illustren Kreis einer Doppel-Olympiasiegerin aufzusteigen. Das hatte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bisher nur die Bobfahrer- Ikone Anderl Ostler geschafft. Außerdem nur zwei alpine Skifahrerinnen: Rosi Mittermaier (1976) und Katja Seizinger (1998). Die Heimfahrt von München und der Empfang beim Fanclub jedenfalls wird Maria Riesch in „unvergesslicher Erinnerung bleiben. Das ist einfach unglaublich, und das macht alles noch besonderer.“
Das hört Fanclub-Vorsitzender Pepe Erschens natürlich gerne. „Wir freuen uns so wahnsinnig mit Maria. Schön, dass es ihr genauso geht.“ Doch für ihn und die Anhänger ist nicht nur Maria die Königin, sondern auch deren Schwester Susanne, die so tragisch gescheitert war in Whistler. „Wir sind unglaublich stolz auf alle beide“, betont Vize Hostmann. Deshalb wurde Susanne, die am späteren Abend auch noch kurz im Lokal vorbeischaute, genauso euphorisch empfangen.
Alexander Schwer
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