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Sicherheit bei Olympia in Vancouver: Größte Operation in Friedenszeiten

Olympia: Größte Operation in Friedenszeiten

Vancouver - Die Sicherheit der Olympischen Winterspiele 2010 ist nicht nur ein gewaltiges Großprojekt, sie wird auch zu einem gigantisch teuren Unterfangen.

© dpa

Zwei Polizisten patrouillieren vor den olympischen Ringen

Das Budget ist mittlerweile auf 665 Millionen Euro angestiegen und damit fast sechsmal so hoch wie ursprünglich geplant (116 Millionen Euro). Kein Wunder, ist es doch größte, jemals zu Friedenszeiten in Kanada durchgeführte Operation. Es gilt, tausende Kilometer Küstenlinie im Westen des riesigen Landes sowie den Luftraum über der Olympia-Region zu überwachen. Und es geht nicht zuletzt auch darum, die nahe Grenze Kanadas mit den USA scharf im Auge zu behalten und hunderttausende Olympia-Touristen zu schützen. Im Laufe des Jahres 2009 wurde deshalb nicht nur der Sicherheitsetat drastisch erhöht, auch das Kontingent an Sicherheitskräften ist aufgestockt worden. Insgesamt 16 500 Soldaten, Polizisten und privates Wachpersonal sollen für einen reibungslosen Olympia-Verlauf sorgen.

Verantwortlich für die Sicherheit zeichnet die “Royal Canadian Mounted Police“ (RCMP). Die berühmten Reiter sind mehr als eine nostalgisch angehauchte Truppe, die nur Dekorationszwecken dient. Die RCMP ist die hochmodern ausgestattete kanadische Bundespolizei. Bereits im Jahr 2003, unmittelbar nachdem Vancouver und Whistler die Winterspiele zugesprochen worden waren, rief sie die “Vancouver 2010 Integrated Security Unit“ (V2010 ISU) ins Leben. In der ISU arbeiten im Februar das kanadische Militär (4500 Kräfte), die Polizei (7000) und private Sicherheitsdienste (5000) eng zusammen.

Früherkennung und Vorbeugung sind zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes. In der Umgebung der neun olympischen Sportanlagen werden die Menschenströme mit Hilfe von 900 Kameras akribisch überwacht. 100 ferngesteuerte elektronische Augen blicken zudem auf die sogenannten “Live Sites“, die Party- und Feierzonen in Vancouvers Innenstadt, herab. Die wichtigsten Olympia-Arenen wie etwa das “BC Place Stadium“ werden von Barrieren umgeben sein. Innerhalb der auf diese Weise eingerichteten Sicherheitszonen darf sich niemand unberechtigt aufhalten, was Probleme hinsichtlich Vancouvers Obdachlosen-Bevölkerung aufwirft.

Die “Homeless People“ sollen - und werden - während der Olympia- Tage aus dem Blickfeld der vielen Touristen verschwinden und in eigens angemietete Hotels und Motels in den Randbezirken umgesiedelt. “Ich werde sie nicht anlügen und sagen, es gibt keine Auswirkungen für die Obdachlosen während Olympia“, erklärte Vancouvers stellvertretender Polizeichef Steve Sweeney jüngst ganz offen.

Friedliche, legale Proteste gegen die Olympischen Spiele werden nicht nur erwartet, sie sind ausdrücklich erlaubt. In Vancouver werden dazu spezielle “Free Speech“-Zonen eingerichtet, in denen jeder seine Meinung kundtun darf - solange Protestschilder nicht als Waffen missbraucht werden.

Auch wenn aktuell keine Drohungen gegen Olympia 2010 bekannt sind, bereitet man sich in Kanada doch auf den Ernstfall vor. Ward Elcock, Sicherheitskoordinator für die Spiele, erklärte, es gebe einen Sicherheitsplan für den Fall eines Terroranschlags, “dieser schlimmsten denkbaren Bedrohung“. Zuletzt war Olympia 1996 in Atlanta Ziel eines Gewaltangriffs geworden. Damals tötete eine Rohrbombe in einem Innenstadt-Park der US-Metropole zwei Touristen.

dpa

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(44.0)%Ich weiß noch nicht. Das mache ich abhängig von der jeweiligen Disziplin.

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