426.02.10|Olympia 2010|5 Kommentare
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Vancouver - Die kanadischen Frauen haben ihre Gold-Mission beim olympischen Eishockey-Turnier in Vancouver erfüllt, aber aus Sicht des IOC danach gegen die Regeln verstoßen.

© ap
Meghan Agosta lässt sich ihre Siegerzigarre schmecken
Nach dem 2:0-Finalsieg gegen die USA hatten die Kanadierinnen auf dem Eis ausgelassen mit Bier, Schampus und Zigarren gefeiert.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist davon überhaupt nicht begeistert und will den Vorfall untersuchen: „Das ist nicht das, was wir sehen wollen. Wenn sie so in der Kabine feiern wollen, ist das ihre Sache, aber nicht in der Öffentlichkeit“, sagt Gilbert Felli, Exekutivdirektor des IOC.
Zurück zum Sportlichen: In einem hochklassigen Endspiel gewannen die Kanadierinnen am Donnerstag (Ortszeit) gegen den Dauerrivalen USA mit 2:0 und machten ihren olympischen Hattrick nach den Erfolgen 2002 und 2006 perfekt. Für die Amerikanerinnen war es hingegen im dritten Olympia-Finale die zweite Niederlage. Einzig bei der Premiere 1998 in Nagano waren sie erfolgreich.
Umjubelte Spielerin im mit 19 300 Zuschauern - darunter Kanadas Männerteam und Eishockey-Legende Wayne Gretzky - ausverkauften Tollhaus Canada Hockey Place war Marie-Philip Poulin. Die kanadische Stürmerin war im ersten Drittel innerhalb von drei Minuten zweimal erfolgreich. Zunächst traf sie in der 14. Minute mit einem Schlagschuss aus acht Metern, dann schlenzte sie in der 17. Minute den Puck ins Netz und sorgte somit für eine ähnliche Euphorie auf den Rängen, wie bei den Spielen ihrer männlichen Landsleute.
Nach zuvor zahlreichen einseitigen Partien in der Vorrunde und im Halbfinale erfüllte der Nordamerika-Klassiker zwischen den seit Jahren dominierenden Nachbarn alle Erwartungen. Die rot-weiß gekleideten und bemalten Fans erfreuten sich an schnellen Spielzügen, sehenswerten Kombinationen, großartigem Einsatz auf beiden Seiten und vor allem an einer überragenden Shannon Szabados im kanadischen Tor.
Die 23-Jährige glänzte in einer ausgeglichenen Partie mit unglaublichen Reflexen und machte vor allem in den ersten beiden Dritteln zahlreiche amerikanische Großchancen zu Nichte. Nach dem Schlusspfiff stürmten ihre Teamkolleginnen auf Szabados zu, während die Arena einem einzigen rot-weißen Freudenmeer glich. Für Kanada- Kapitän Hayley Wickenheiser war es im vierten Endspiel das dritte Gold. Die Angreiferin war bereits bei den Olympiasiegen 2002 und 2006 dabei. Mit ihrem Sieg revanchierten sich die Gastgeberinnen zugleich für die Niederlagen in den Weltmeisterschaftsendspielen 2008 und 2009.
dpa
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