Vancouver - Die Kampfansage an den schier übermächtigen Petter Northug ist bereits während der Tour de Ski erfolgt. Doch für die deutschen Langläufer beginnt der Medaillenkampf bei Null.

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Axel Teichmann und Co. kämpfen gegen Petter Northug
Der Norweger lief in seiner unnachahmlichen, aber auch überheblichen Art mehrfach der Konkurrenz davon und sprach davon, noch längst nicht bei 100 Prozent seiner Form zu sein. Davon ließen sich die deutschen Langläufer um Axel Teichmann (Bad Lobenstein) und Tobias Angerer (Vachendorf) aber nicht beeindrucken. Mit nur angedeuteten Attacken zeigten sie sich und dem Gesamtweltcup-Führenden, dass der Medaillenkampf in Vancouver wieder bei Null beginnt.
“Ich muss den Northug nicht auf Biegen und Brechen jetzt bezwingen. Der Jahreshöhepunkt kommt noch. Ich habe noch keine Olympia-Medaille, die will ich mir holen“, sagt Teichmann. Seinen Formaufbau hat er daher exakt auf die Tage im Februar ausgerichtet. Dafür nahm er auch Kritik wegen ausbleibender vorderer Platzierungen zum Saisonbeginn in Kauf. Bei der Tour de Ski allerdings zeigte er sein Können sowohl auf kurzen Distanzen als auch in Massenstart- Wettbewerben.
Auch Angerer, der in Turin 2006 mit Bronze über 15 Kilometer seine beste Einzelplatzierung feierte, will es noch einmal wissen. Deshalb stieg er bei der Tour nach fünf Etappen aus, um sich konzentriert vorzubereiten. “Olympia ist das Größte, was man als Sportler erreichen kann. Also muss man dafür auch auf anderes verzichten“, meint der zweimalige Staffel-Medaillengewinner.
Ob es bei den Damen wie 2002 und 2006 mit Edelmetall in der Staffel klappt, ist ungewiss. Schließlich lief es bei Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) und Co. bislang alles andere als rund. Deshalb hält sich Behle die Option offen, auf die Biathletinnen Miriam Gössner (Garmisch) und Magdalena Neuner (Wallgau) zurückzugreifen. “Objektiv können wir nur im Team-Sprint und eben in der Staffel mit der Weltspitze konkurrieren. Mehr ist derzeit, auch bei der Stärke der Norwegerinnen, Schwedinnen und Italienerinnen nicht drin“, meint Behle. DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller gibt sich dennoch zuversichtlich: “Den Damen ist eine deutliche Steigerung zuzutrauen.“
dpa
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