1101.10.08|Wiesn 2008|61 Kommentare
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München - "Zu wenig Bier getrunken – Ordner werfen Gäste raus." Am Dienstag berichtete die tz über einen üblen Zwischenfall in der Bräurosl.

© Michael Westermann
Wieder versöhnt: Julia O. (links) hat die Entschuldigung von Bräurosl-Wirt Georg Heide und dessen Tochter Daniela angenommen.
Eine Bedienung hatte Gäste vom Sicherheitspersonal rauswerfen lassen, weil sie ihr zu wenig Umsatz bescherten. Auch die Münchner Studentin Julia O. war betroffen. Nach ihrer Beschwerde und dem tz-Bericht reagierte Bräurosl-Wirt Georg Heide streng: Die betreffende Bedienung wurde entlassen.
Der Reihe nach: Die angehende Lehrerin Julia O. (23) war am Samstag mit einer Gruppe aus sechs jungen Münchnern in der Bräurosl. Erst beobachteten sie, wie Ordner Gäste an zwei anderen Tischen aufscheuchten und recht unfreundlich zur Tür „begleiteten“. „Der Tisch wurde sofort neu besetzt. In der gleichen Sekunde kam die Bedienung, um frisches Bier zu verkaufen“, sagt Julia.
Eine halbe Stunde später wurde auch die Studentin rausgeworfen. In fünf Stunden hatten die Mädels aus ihrer Gruppe zwei Mass getrunken, die Männer hatten drei Mass und Schweinebraten auf der Rechnung. Für die Bedienung offenbar zu wenig. „Die Ordner haben mich fest an der Schulter gepackt. So widerlich bin ich noch nie behandelt worden“, berichtet Julia. Am nächsten Tag schreibt sie eine lange Beschwerde-E-Mail an Wirt Georg Heide – und an die tz.
Die E-Mail hatte Heide am Montagvormittag noch nicht gelesen. Aber auf die tz-Anfrage reagierte er prompt und entschuldigte sich schriftlich bei Julia. Gestern kam die Münchnerin dann zu einem klärenden Gespräch in die Bräurosl. „Frau 0. hat uns die Bedienung sehr gut beschrieben. Sie wurde fristlos entlassen“, sagt Wirtstochter Daniela Heide. Acht Jahre hat die Kellnerin (36) in der Bräurosl gutes Geld verdient – konnte offenbar nicht genug bekommen. Vorbei.
„Das Gespräch war sehr einvernehmlich. Wir sind sehr froh, dass Frau O. uns nicht länger böse ist und unsere Einladung für kommenden Sonntag angenommen hat“, sagt Daniela Heide.
Quelle: tz
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