Ein Gericht in Saudi-Arabien hat einen Sexprotz zu fünf Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt

Mr. Sexy prahlt im TV: 5 Jahre Haft und 1000 Hiebe

007.10.09|Welt|2 KommentareFacebook
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Riad - Harte Strafe für „Mr. Sexy“: Weil er im Fernsehen mit seinen Verführungskünsten geprahlt hatte, wurde ein 32-Jähriger in Saudi-Arabien zu fünf Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt.

Der geschiedene Vater von vier Kindern hatte im vergangenen Juli ein Team des arabischen TV-Senders LBC in seinem rot dekorierten Liebesnest empfangen. Dort erzählte der 32-Jährige unter anderem, wie er im Alter von 14 Jahren zum ersten Mal Sex hatte - mit einer Nachbarin. Damit die Peitschenhiebe nicht zum Tode führen, soll der wegen “öffentlicher Äußerungen über illegale sexuelle Handlungen“ Verurteilte sie nicht alle auf einmal bekommen. Nachdem er seine Strafe verbüßt hat, darf “Mr. Sexy“ drei Jahre lang das Land nicht verlassen.

Nachdem der Sender den Bericht über Masen Abdul Dschawad veröffentlicht hatte, waren beim Strafgericht in Dschidda rund 200 Klagen empörter Saudis eingegangen, die alle eine Verurteilung des Sexprotzes gefordert hatten. Viele von ihnen sprachen sich laut Medienberichten für die Hinrichtung des arabischen Don Juan aus.

Nach Angaben von Prozessbeobachtern verurteilte der Vorsitzende des islamischen Gerichts auch drei Freunde des Angeklagten, die mit ihm zusammen in der Sendung aufgetreten waren, zu jeweils zwei Jahren Haft und 300 Peitschenhieben. Ein vierter Bekannter von Abdul Dschawad muss für drei Monate ins Gefängnis und soll 70 Schläge erhalten. Gegen einen saudischen LBC-Mitarbeiter verhängte der Richter eine zweimonatige Haftstrafe. Er konnte das Gericht jedoch als freier Mann verlassen, weil ihm die Zeit der Untersuchungshaft angerechnet wurde.

Im islamischen Königreich Saudi-Arabien ist außerehelicher Geschlechtsverkehr streng verboten. Frauen müssen auf der Straße Kopftücher und weite Gewänder tragen. Die Religionspolizei achtet zudem darauf, dass Männer und Frauen, die nicht miteinander verheiratet sind, keinerlei Kontakt miteinander haben.

dpa

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