Tegucigalpa - 360 Menschen kamen bei dem verheerenden Feuer in einem Gefängnis in Honduras ums Leben. Vermutlich löste eine Zigarette den Brand aus.

© dapd
Die Ermittler schließen beim Gefängnisbrand in Honduras Brandstiftung aus.
Das Unglück in Comayagua sei vermutlich auf eine brennende Zigarette zurückzuführen und somit ein Unfall gewesen, heißt es nach Medienberichten vom Mittwoch in einem vorläufigen Untersuchungsbericht, den US-Experten im Auftrag der honduranischen Regierung vorlegten. Durch die Glut habe wahrscheinlich eine Matratze Feuer gefangen.
Ein krimineller Hintergrund oder ein Kurzschluss seien nach bisherigen Erkenntnissen als Ursache auszuschließen, sagte Sicherheitsminister Pompeyo Bonilla. Brandbeschleuniger oder Spuren davon wurden nach seinen Worten nicht gefunden.
Bislang seien rund 270 Leichen obduziert worden, teilte Generalstaatsanwalt Luis Alberto Rubí mit. Schusswunden seien bei diesen nicht festgestellt worden, betonte er. Angehörige der Opfer hatten den Wachleuten vorgeworfen, auf die Häftlinge geschossen zu haben, um zu verhindern, dass diese den Brand zur Flucht nutzten.
dpa



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