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Tote und Verletzte bei Autobombenanschlag in Kabul

Bombenanschlag auf NATO in Kabul - Tote und Verletzte

Kabul - Bei einem Bombenanschlag auf das NATO-Hauptquartier in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag mindestens drei Menschen getötet und etwa 85 verletzt worden.

Anschlag Kabul

© dpa

Der Selbstmordattentäter hat sich in seinem Auto in die Luft gesprengt.

Wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte, detonierte eine Autobombe vor dem Haupttor des NATO-Geländes. Die radikal-islamischen Taliban haben sich zu dem Anschlag bekannt. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte am Samstag, der Attentäter mit dem Namen Ahmad habe die US-Botschaft und das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF angegriffen, die Bombe habe 500 Kilogramm Sprengstoff enthalten.

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Unmittelbar nach der Explosion irrten blutüberströmte Menschen in der Nähe des Anschlagsortes umher. Auch Kinder waren darunter. Sie versammeln sich dort regelmäßig, um Kaugummi und andere Waren an Ausländer zu verkaufen. 

Nach jüngsten Angaben des afghanischen Innenministeriums kamen  neben dem Attentäter drei Afghanen ums Leben. Etwa 85 weitere Menschen seien verletzt worden. Medienberichte, nach denen auch Ausländer unter den Opfern seien, wurden zunächst nicht bestätigt.

Schutzbarrieren begrenzten offenbar die Schäden an der Einrichtung der NATO. Diese befindet sich in derselben Straße wie die US-Botschaft und der Präsidentenpalast. Über der Stadt stieg eine dichte Rauchwolke auf.

Der Taliban-Sprecher sagte dagegen, bei dem Anschlag seien mindestens 25 Ausländer getötet worden, darunter Soldaten der NATO- geführten ISAF sowie Angestellte und Diplomaten der amerikanischen Botschaft. Angaben der Aufständischen gelten als jedoch äußerst unzuverlässig und haben sich in der Vergangenheit oft als falsch herausgestellt.  

Der Anschlag ereignete sich fünf Tage vor der Präsidentenwahl. Die islamisch-fundamentalistische Taliban-Miliz hat wiederholt damit gedroht, die Wahl mit Anschlägen zu stören.

ap

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