London - Die deutsche Fregatte “Karlsruhe“ hat im Indischen Ozean sieben somalische Piraten in Gewahrsam genommen. Ein französisches Fischerboot sendete einen Notruf.

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Deutsche Fregatte setzt somalische Piraten fest.
Die Besatzung der “Karlsruhe“ habe am Dienstagnachmittag von einem französischen Fischerboot zunächst einen Notruf erhalten, teilte die EU-Marine- Einsatzgruppe Atalanta am Mittwoch in ihrem Hauptquartier im englischen Northwood am Mittwoch mit. Die Piraten griffen demnach das Fischerboot 350 Seemeilen (650 Kilometer) östlich der Hafenstadt Mogadischu an. Die “Karlsruhe“ sei dort auf Patrouille gewesen.
Die Bundesregierung muss nun in Absprache mit der Atalanta-Führung entscheiden, ob die Piraten in Deutschland angeklagt oder wieder freigelassen werden. “Derzeit ist eine Übergabe dorthin nicht vorgesehen“, sagte der Atalanta-Sprecher. Wie in vergangenen Fällen erwägen die Beteiligten eine Überstellung der Piraten zur Strafverfolgung beispielsweise an Somalias Nachbarstaat Kenia.
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin sagte, ein ressortübergreifendes Gremium werde in den kommenden Tagen beraten, was mit den Piraten passieren soll und ein Verfahren festlegen. Bis dahin blieben sie an Bord der Fregatte. Die Kriegsschiffe der Atalanta-Gruppe begleiten Lebensmitteltransporte des Welternährungsprogramm WFP in das von Chaos und Bürgerkrieg zerrüttete Somalia. Sie sichern auch den internationalen Transitkorridor im Golf von Aden vor Piratenangriffen. Vor der Küste Somalias hat die Seeräuberei im Oktober drastisch zugenommen. Die Atalanta-Gruppe bewacht ein Seegebiet so groß wie Europa.
dpa
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