2021.06.09|München
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München - Stolz blickt Yasir (9) auf seinen Roller. „Der ist mein Ein und Alles – der gibt mir Freiheit“, sagt der Bub. Keine Übertreibung. Ohne Roller kann Yasir nur kurze Strecken humpeln, er leidet unter einem deformierten Fuß.

© Markus Götzfried
Yasir bekam Ärger mit der Zooverwaltung.
Acht Kilo ist sein linkes Bein schwer! „Aber mit meinem Board komm’ ich überall hin“, flüstert Yasir – und fügt an: „Naja, fast.“
Denn vor wenigen Tagen passierte etwas, das ihn schockte: Als er mit seiner Mutter wieder mal in den
Tierpark Hellabrunn
wollte, hieß es plötzlich. „Nein – nur ohne Roller! Der Bub kann sich ja in einen Rollstuhl setzen.“ Ein behinderter Bub darf mit seinem Hilfsmittel nicht in den Zoo? „Wie kann man sowas machen?“, schimpft Mutter Jasmin A. Ihren Sohn in einen der Park-
Auch merkwürdig: Schon zig Mal war Yasir inklusive seinem Gefährt im Zoo – nie gab es Ärger. Sogar eine Jahreskarte hatte die Mama daher vor kurzem gekauft. „Und jetzt das. Das ist ein Skandal!“
Die Verantwortlichen im Tierpark sehen das ganz anders. „Roller sind einfach auf unserem Gelände verboten“, erklärt Direktor Henning Wiesner auf tz-
Eine Bestätigung? Bei dem Fuß? Der Parkchef wiederholt das Angebot: „Der Bub kann ja einen unserer Rollstühle benützen.“ Zweifelsohne eine kompromisslose Einstellung. Denn Yasir hat schon zig Spiel-
Seit seiner Geburt muss Yasir mit seinem Leiden (einer sogenannten AV-
Armin Geier