Pink! rockte die Münchner Olympiahalle

Pink! Das Pop-Spektakel in der Olympiahalle

523.11.09|MünchenFacebook
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München- Pink rockte am Sonntag zum dritten Mal in diesem Jahr die Münchner Olympiahalle. Die Konzert-Kritik:

© dpa

Pink ist wieder auf Deutschland-Tour

Die Queen ist tot, es lebe die Queen! Nachdem Madonna, bisherige Regentin im Königreich Pop, die Münchner im Sommer bitter enttäuschte, ist die Nachfolgefrage spätestens jetzt geklärt: Think Pink! Mit dem größten anzunehmenden Spektakel verwandelte der US-Star die ausverkaufte Olympiahalle heuer schon zum dritten Mal in ein brodelndes Funhouse. Eine Zirkusshow wie eine zweistündige Serie von atemberaubenden Flicflacs, mit Sex, Spaß und Rock 'n' Roll, mit Herz, Seele und Poesie. Entertainment im überdimensionalen DIN-A0-Format – mehr geht nicht.

Die Funhouse-Tour von Pink!

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  • Pink verwandelt Frankfurter Festhalle in „Funhouse“
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This is it! This is Pink! Bei der Raspelkurz-Blondine ist die Stimmung bereits vor dem Konzert besser als bei anderen Stars während der Show. Nach Heißmach-Musik von den Bee Gees und Jacko rasen die Fans schon, bevor SIE auf die Bühne kommt. Aber was heißt „auf die Bühne kommen“? Miss Pink schwebt per Kran ein, mit meterlanger Federboa – was für eine coole Braut! DER Star in der Manege! Und was heißt Bühne? Die rosa Riesin tobt sich auf einem Flowerpower-Rummelplatz aus, mit Rutschbahnen, mit Lümmelsofas – ein Mix aus Circus Krone und dem Kinderspielplatz von Hogwarts. Wer mit „Bad Influence“, „Just Like A Pill“ und „Don’t Let Me Get Me“ eröffnen kann, und danach noch ein Dutzend Hits in petto hat, hat eh schon gewonnen.

Aber Star des Abends ist nicht die Musik, Pinks an sich doch recht konventioneller Poprock – sondern eine furiose Entertainerin, die sich im beinahe exhibitionistischen „Family Portrait“ auch nicht scheut, die Schrammen preiszugeben, die ihr das Leben geschlagen hat, die nahbar wirkt, sympathisch, und deren strahlende Augen auf den Videowänden die Fans so schnell nicht vergessen werden. Zwischendurch fallen die Kleider bis auf ein spitzenbesetztes Minimum – „Pink kann alles nicht tragen“, schwärmt Fan Melanie auf Twitter.

Nach einer durchgeknallten „Bohemian Rhapsody“ haut Pink am Ende noch eine lakonische Version von „Get The Party Started“ raus – da ist die Sause fast schon vorbei, aber die Impfung der Münchner mit Vitamin P wird lange anhalten. Hoffentlich bis zum 6. Juni 2010. Dann steht im Reitstadion Riem die nächste Reise zum Planeten Pink an, zum Fixstern des Pop-Entertainment.

Jörg Heinrich

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