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Günter Behnisch ist tot - Architekt des Olympiastadions in München im Alter von 88 Jahren gestorben

Olympia-Architekt Behnisch gestorben

Stuttgart - Der Architekt Günter Behnisch ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er entwarf unter anderem die Pläne für das Münchner Olympiastadion.

© dpa

Günter Behnisch

Der vielfach ausgezeichnete Architekt Günter Behnisch ist tot. Er sei am Montagmorgen im Alter von 88 Jahren gestorben, sagte sein Sohn Stefan Behnisch der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit Informationen der “Stuttgarter Zeitung“. Behnisch galt als einer der führenden deutschen Architekten der Moderne, unter anderem bekam er mehrfach den Deutschen Architekturpreis. Weltweite Bekanntheit erlangte Behnisch 1972 durch den Bau des Münchner Olympiastadions.

Tradition und Moderne: Münchens Stadien

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  • Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena.
  • Das traditionsreichste ist wohl das Grünwalder Stadion auf Giesings Höhen. Hier gewann der TSV 1860 im Jahr 1966 seine einzige deutsche Meisterschaft.
  • Im Volksgargon hat es viele Namen: 60er Stadion, Hermann-Gerland-Kampfbahn, Grünwalder - aber der offizielle Name lautet "Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße".
  • Nostalgie pur: Die Haupttribüne.
  • Blick von der Haupttribüne auf die von den Fans geliebte Gegentribüne, die "Stehhalle".
  • Bis 1995 spielte der TSV 1860 in seiner Heimat. Zur Saison 2004/2005 kehrten die Löwen nochmals für ein Jahr zurück. Bis zu 21 272 Zuschauer konnten die Blauen hier anfeuern.
  • Aktuell spielen hier nur noch die zweiten Mannschaften, sowie einige Jugenteams des FC Bayern und des TSV 1860. Die Kapazität beträgt aus Sicherheitsgründen heute nur noch 10 240 Plätze.
  • Szene des Spiels 1860 gegen Fürth in besagter Rückkehr-Saison.
  • Traditionsreiche Tram mit Fan auf dem Weg zum traditionsreichen Stadion in Giesing.
  • Besten Blick auf das Geschehen auf dem Platz haben die Anwohner an der Grünwalder Straße.
  • Als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhielt, musste ein neues Stadion her.
  • Das Olympiastadion und der Olympiapark wurden auch dem Oberwiesenfeld im Norden Münchens errichtet. Es ist weltberühmt für seine Zeltdachkonstruktion, die sich auch über die Halle und die Schwimmhalle erstreckt.
  • Anfangs bot das Stadion Platz für 80 000 Zuschauer. Die Kapazität wurde aus Sicherheitsgründen kontinuierlich nach unten geschraubt. Auch die Umwandlung von Steh- in Sitzplatzbereiche sorgte dafür, das heute "nur" noch 69 000 Zuschauer das Olympiastadion füllen können.
  • Während der TSV 1860 im geliebten Grünwalder Stadion blieb und nur vereinzelt seine Spiele im "Oly" austrug, zog der FC Bayern komplett in den Olympiapark. Die Löwen zogen erst 1995 nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga nach.
  • Die Bayern-Fans in der Südkurve des Olympiastadions.
  • Im Norden war die Heimat der Löwen-Fans. Hier ist Benny Lauth auf dem Weg in die Kurve.
  • Als die Fußball-WM 2006 nach Deutschland vergeben wurde, war klar: München braucht ein neues Stadion. Zuerst sollte das Olympiastadion umgebaut werden, doch dieser Plan wurde gestoppt. Dieser hätte eine Überdachung der Gegengerade, den Wegfall der Laufbahn und den Einbau eines zweiten Ranges vorgesehen.
  • Stattdessen wurde per Bürgerentscheid der Bau eines neuen Stadions im Münchner Norden beschlossen. Innerhalb von nur drei Jahren (2002-2005) wurde das Stadion errrichtet.
  • Der Versicherungskonzern Allianz sicherte sich die Namensrechte an der neuen Fußball-Arena.
  • Charakteristisch ist ihr Aussehen. Die Hülle aus Kunstoff kann in drei Farben beleuchtet werden: rot, blau und weiß.
  • Aufnahme vom Beleuchtungstest während der Bauphase.
  • Diverse Farbkombinationen sind möglich. Für jeden sollte hier etwas dabei sein.
  • Die Löwen spielten nach dem Absteig 2004 nur noch fünfmal im Olympiapark, der FC Bayern ververabschiedete sich im Mai 2005 mit dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg.
  • 33 Jahre feierte der FC Bayern seine Titel unter dem Zeltdach, nun ging es ins Schlauchbott nach Fröttmaning.
  • Das Olympiastadion ist seither Schauplatz von Open Air Konzerten (hier Robbie Williams), Messen und vielen anderen Großveranstaltungen.
  • Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena. Sehen Sie hier die Stadirn Münchens.
  • Seither feiern hier die Bayern ihre Siege und Titel...
  • .. während die Löwen hier noch immer zweite Liga spielen und (bislang) vergeblich um den Wiederaufstieg kämpfen.
  • 69 901 Plätze hat die Arena. Zu internationalen Spielen stehen durch die Umwandlung der Steh- in Sitzplätze 66 000 Plätze zu Verfügung.
  • Allerdings sind die Fans des TSV 1860 gegen die Arena. Der Grund: Heimweh nach Giesing ins Grünwalder, dazu die horrenden Mietbeträge, die 1860 seit dem Verkauf der Stadion-Anteile an den FC Bayern zu zahlen hat.
  • Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena. Sehen Sie hier die Stadirn Münchens.
  • Das Dante, wie es oft nur genannt wird, verfügte früher über 32.000 Plätze, wovon heute noch 12.000 erhalten sind.
  • Eine Besonderheit des Stadions ist die trapezförmige und daher einmalige Tribüne, in der sich auch eine Turnhalle und Waschräume befinden. Außerdem existieren eine 400-m-Tartanbahn und eine elektronische Anzeigetafel.
  • Das Dantestadion ist Heimat des American Football-Teams der Munich Cowboys. Außerdem trugen hier der FC Wacker München (1963-72), die Frauenmannschaft des FC Bayern sowie der Türk SV 1975 München, der unter seinen früheren Namen SV Türk Gücü München in der Fußball-Bayernliga spielte, hier seine Heimspiele aus (jeweils bis 2006).
  • Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena. Sehen Sie hier die Stadirn Münchens.
  • Die baufällige Haupttribüne und der marode Richtertum mit Anzeigetafel von 1972 wurden abgerissen. Heute finden hier vor allem Open-Air-Konzerte und Flohmärkte statt. Highlight war das Konzert der US-Rockband Linkin Park im Juni 2008, als 25 000 Zuschauer nach Riem kamen.
  • Vor den Toren Münchens gibt es nur ein größeres Stadion, das Profi-Sport beherbergt: den Generali Sportpark in Unterhaching. Die SpVgg trägt dort ihre Spiele aus. Bis zu 15.053 Fans fasst das Stadion, das bis 2003 noch Stadion am Sportpark hieß.

vor

© dpaEin Modell des Münchner Olympiastadions.

Der gebürtige Dresdner durchlitt die Folgen des Machtmissbrauchs der Nationalsozialisten als Kriegsgefangener in England, bevor er 1947 ins zerbombte Deutschland zurückkehrte. Er zog nach Stuttgart, studiertedort an der Technischen Hochschule, war Mitarbeiter im Architektenbüro von Rolf Gutbrod und gründete Anfang der 50er Jahre mit zwei Mitarbeitern sein eigenes Büro.
1972 wurde Behnisch auf einen Schlag international bekannt: Der Wahl-Stuttgarter plante das schwebende Stadiondach im Münchner Olympiapark. Das viel diskutierte Dach aus Glas sollte ein Zeichen setzen für ein demokratisches Deutschland, das den Geist der Nationalsozialisten überstrahlen sollte. Glas dominiert auch das Hysolar-Institutsgebäude in Stuttgart aus dem Jahr 1987 und den Bonner Plenarsaal des früheren Bundestages von 1992.

Der baden-württembergischen Landeshauptstadt blieb Behnisch bis zu seinem Tod treu. Er sei zu Hause gestorben, wo ihn seine Frau in den vergangenen Jahren gepflegt habe. Nach mehreren Schlaganfällen sei Behnisch halbseitig gelähmt und auf Hilfe angewiesen gewesen. Er sei jedoch bis zum Schluss ansprechbar gewesen, sagte sein Sohn. “Er hatte ein langes, erfülltes Leben.“

dpa

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