027.05.09|München
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München - Mit Blick auf eine geplante Gesetzesänderung in Bayern zu standesamtlichen “Hochzeiten“ gleichgeschlechtlicher Paare lässt München seine Standesbeamten schulen.
In Workshops unter dem Titel “Grundwissen Gleichgeschlechtliche Lebensweisen“ vermitteln die Lesben- und Schulenberatungsstellen der Landeshauptstadt den rund 50 Beamten Kenntnisse und Tipps für die Zeremonie, wie das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Sub am Mittwoch mitteilte. Der Großteil der Beamten sei schon geschult, bestätigte der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, Christopher Habl. “Wir finden das gut und haben das zusammen mit der städtischen Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gemeinsam konzipiert.“
Bislang waren in Bayern die Notare für die “Verpartnerung“ der gleichgeschlechtlicher Paare zuständig. Voraussichtlich von Herbst an sollen sich Schwule und Lesben auch standesamtlich trauen lassen können. Der entsprechende Entwurf muss noch vom Landtag beschlossen werden.
Zur Vorbereitung der Standesbeamten geben die Berater - ein schwuler Mann und eine lesbische Frau - Einblick in das Leben homosexueller Menschen und die noch immer herrschende Diskriminierung. Der zweite Teil der Fortbildung befasst sich mit Einzelheiten wie Etikette und Ringübergabe.
dpa
Rubriklistenbild: © dpa
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