München - „Hier rührt sich was“: Die Meinungen über den Nockherberg 2010 waren breit gestreut – Ramsauer nennt Lerchenberg „einfallslos“

© dpa
Politiker-Derblecken beim Nockherberg 2010.
Ein neuer Singspiel-Autor und ein neues Double für Münchens Oberbürgermeister Christian Ude – selbst jene Gäste, die auf dem Nockherberg zu den Veteranen zählen, hatten Grund, neugierig zu sein: Ob die Fußstapfen, die Udes ehemaliges Double Uli Bauer hinterlässt, seinem Nachfolger André Hartmann nicht zu groß sind? Muss nun auch auf dem Nockherberg „gecastet“ werden, wo es doch im Fernsehen schon genug Talent-Shows gibt? Das Publikum zeigte sich offen für Neues – auch wenn mancher zu verstehen gab, mit den Neuerungen noch zu fremdeln.
Ihr Kollege Peter Ramsauer nicht: Er raunzte über die Fastenpredigt, Lerchenberg sei „einfallslos“. Der Nockherberg tauche „langsam aus seiner langen Krise auf. Wobei der Lerchenberg sich als Bremser erweist“. Auch Regierungschef Horst Seehofer grollt, die Predigt sei „keine Sternstunde des Nockherberg“ gewesen. Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich dagegen trauerte den alten Zeiten nach: „Es ist sehr traurig, dass Uli Bauer nicht mehr da ist. Überhaupt hat mir der märchenhafte Charakter, den das Singspiel früher hatte, immer sehr gut gefallen.“
Von Bettina Stuhlweissenburg
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