München – Verkehrs-Katastrophe kurz vor Ostern: Eine Fliegerbombe in der Nähe der Donnersbergerbrücke hat Donnerstagmittag den Bahn- und Autoverkehr um den Münchner Hauptbahnhof lahm gelegt.

© Polizei
Die Fliegerbombe, die den Verkehr um den Hauptbahnhof lahm legte.
Die zehn Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Morgen bei Arbeiten im Neubaugebiet Arnulfpark an der Erika-Mann-Straße (zwischen Hacker- und Donnersbergerbrücke) entdeckt worden. Der Sprengmeister entschied sich dafür, die Bombe an Ort und Stelle zu entschärfen. Deshalb empfahl er, einen Bereich von 500 Metern rund um den Fundort zu evakuieren.
Ab 10 Uhr klingelten deshalb dutzende Polizisten die Anwohner im Sperrgebiet aus ihren Wohnungen. Die anliegenden Gebäude im Arnulfpark wurden evakuiert. Insgesamt mussten mehr als 300 Wohnungen und Büroräume – darunter auch zwei Kindergärten – evakuiert werden. 480 Menschen mussten ihre Wohnungen oder die Arbeitsstätte verlassen. Für sie standen Warteräume im Starnberger Flügelbahnhof sowie Busse der MVG und der Berufsfeuerwehr zur Verfügung.Gegen 13 Uhr begann die heiße Phase der Entschärfung, der Bahn-und Autoverkehr im 500-Meter-Radius wurde gestoppt.
Eine Stunde später, um kurz nach 14 Uhr, war alles wieder vorbei und die Bombe entschärft. Die Situation war nicht ungefährlich: „Der Zünder war noch funktionstüchtig“, sagte ein Polizeisprecher. Scharf und intakt hätte die mit 260 Kilogramm Sprengstoff gefüllt Bombe wohl jederzeit explodieren können. „Darum haben wir die Umgebung geräumt“, erklärte der Sprecher. Allerdings war die Weltkriegsbombe bereits in zwei Teile zerbrochen. Insgesamt waren 200 Polizisten und 80 Feuerwehr- und Rettungskräfte im Einsatz.
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