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RTL hat ihn aufgespürt: Das macht "Mehmet" Muhlis Ari heute

RTL hat ihn aufgespürt: Das macht "Mehmet" heute

München - Unter dem Pseudonym "Mehmet" erlangte der Münchner Muhlis Ari (27) traurige Berühmtheit: Der Intensivtäter (über 100 Delikte) wurde mit 14 Jahren in die Türkei abgeschoben. Dort hat RTL ihn nun aufgespürt. Das macht Mehmet heute:

© Foto: RTL

Reporter der RTL-Sendung "Extra" haben den in München geborenen früheren Intensivtäter "Mehmet" in der Türkei aufgespürt. Muhlis Ari, wie der 27-Jährige mit richtigem Namen heißt, wurde im November 1998 in die Türkei abgeschoben.

Rückblick auf ein kriminelle Karriere, die noch im Kindesalter startete: Bereits mit zehn Jahren beging der im Juni 1984 in München geborene „Mehmet“ seine ersten Straftaten. Bald war er vor allem wegen extrem brutaler Schlägereien amtsbekannt. Als er 14 Jahre und damit strafmündig wurde, hatte er schon über 100 Straftaten - darunter Diebstahl, Raub, gefährliche Körperverletzung und Erpressung - auf dem Kerbholz. Die deutsche Justiz verordnete "Mehmet" mehrere Therapien und gewährte ihm einen Sozialpädagogen. Aber der Erfolg blieb aus. Der junge Türke wurde immer wieder straffällig.

Am 16. November 1998 schmiss Deutschland ihn schließlich raus: Auf Veranlassung der Stadt München, die seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert hatte, wurde Mehmet ohne seine Eltern in die Türkei abgeschoben. Selbst als seine Ausweisungsverfügung schon feststand, hatte er schon wieder einen Schüler krankenhausreif geschlagen und ausgeraubt.

Nach dreieinhalb Jahren kehrte er wieder nach Deutschland zurück – angeblich geläutert, wie er betonte. Es dauerte nicht lange, bis er wieder auf die schiefe Bahn geriet: Im Sommer 2003 wurde Muhlis beim Drogenkonsum erwischt. Und es kam noch schlimmer: Im Juni 2005 wurde er zu 18 Monaten Knast verurteilt, weil er seine Eltern um Geld erpresst, verprügelt und bedroht hatte. Daraufhin flüchtete "Mehmet" in die Türkei. Weil er gegen eine Ausweisungsverfügung keine Rechtsmittel einlegte, darf er bis heute nicht nach Deutschland einreisen.

Intensivtäter "Mehmet": Heute macht er sein Geld mit Waffen

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Nun hat das RTL-Nachrichtenmagazin "Extra" den mittlerweile 27-jährigen Muhlis Ari in der Türkei aufgespürt. In der Stadt Çerkezköy (knapp 70.000 Einwohner) hat er sich selbstständig gemacht. Dort betreibt der junge Geschäftsmann eine eigene Paintball-Anlage. Am Eingang des Sportgeländes wird das RTL-Team von einem fesch gekleideten jungen Mann (schwarzes Sakko, schwarzes Hemd und blaue Jeans) mit demonstrativer Höflichkeit empfangen.

Gelassen spricht "Mehmet" vor der Kamera über seine Vergangenheit als Intensivtäter in München: "Ja, es waren Straftaten. Es war nicht das, was das Gesetz vorgeschrieben hat." Heute sei er aber ein anderer Mensch, beteuert Muhlis: "Man wird älter. Man wird reifer."

Die Schuld an seiner früheren Verbrechenskarriere sucht er aber keinesfalls bei sich selbst. Im Gegenteil: "Damals war ich ein Kind, das nicht richtig gefördert wurde. Und heute bin ich ein erfolgreicher Geschäftsmann."

Die spektakulärsten Verbrechen Münchens

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Als er mit der "Extra"-Reporterin über seine Abschiebung spricht, fällt es "Mehmet" schwer, die Fassade des souveränen Geschäftsmanns aufrechtzuerhalten. Sichtlich aufgewühlt erinnert er sich: "Ich glaube, das war das Schlimmste, was ich in meinem Leben erlebt habe. Kann ich wirklich sagen. Wo ich abgeschoben wurde. Das war richtig schlimm."

Er sei damals auch völlig überfordert gewesen. Den Medienrummel um seine Person habe er nicht verstehen können: "Was passiert hier gerade mit mir. Warum sind die ganzen Menschen hier? Warum filmen die mich? Warum schreiben die alle über mich? Was wollen die alle von mir? Und was werde ich jetzt tun? Was werde ich jetzt hier machen? Fragen und Fragen und Fragen. Und als 14-Jähriger kann man einfach mit diesen Fragen nicht klar kommen. Das geht einfach nicht."

Auch wenn "Mehmet" mittlerweile eingesehen haben will, dass seine Taten nach dem Gesetz falsch waren: Vor der RTL-Kamera hat er kein einziges Wort der Entschuldigung an seine früheren Opfer verloren.

fro

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