Erfurt - Ein Hochgeschwindigkeitszug bleibt am Rande der thüringischen Landeshauptstadt liegen. Hunderte Passagiere müssen stundenlang ausharren, ehe sie umsteigen und weiterfahren können.

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Feuerwehrmänner halfen bei der Evakuierung des Zuges.
“Das ist alles recht ruhig und koordiniert gelaufen“, sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Erfurt, Michael Oettel. Die Evakuierung habe etwa eine Stunde gedauert. Mit all ihrem Gepäck schritten die Reisenden über die dünnen Brücken zwischen den Zügen. “Die Kollegen der freiwilligen Feuerwehr haben einigen Älteren geholfen, ihre Koffer zu tragen - damit es schneller geht“, sagte Feuerwehr-Sprecher Dietmar Adlung.
Der ICE 1557 war auf dem Weg von Saarbrücken nach Dresden und kam zwischen Erfurt-Bischleben und Hochheim zum Stillstand. Während der Evakuierung leitete die Bahn den übrigen Zugverkehr über ein drittes Gleis an dem liegengebliebenen Zug vorbei. “Da wird es zur ein oder anderen Verspätung kommen“, erläuterte der Bahnsprecher. Der Grund der Panne sei noch nicht bekannt. Die zwei Zugteile des ICE wurden anschließend getrennt - einer fuhr zurück nach Frankfurt, der andere wurde nach Leipzig in die Werkstatt gebracht.
Erst am vergangenen Mittwoch war ein ICE auf dem Weg von Berlin nach Stuttgart bei Nörten-Hardenberg (Niedersachsen) gestrandet, etwa 300 Passagiere mussten den Zug wechseln. An Heiligabend mussten rund 400 Reisende kurz vor Wolfsburg stundenlang in einem ICE ausharren, bevor ihr Pannen-Zug evakuiert wurde.
dpa



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