Leipzig - Im Mordfall Corinna aus Eilenburg bei Leipzig geht der Anwalt des mutmaßlichen Mörders nun doch davon aus, dass das unter Alkohol abgelegte Geständnis im Prozess zugelassen wird.

© Foto: Polizei
Der Tatverdächtige hat betrunken gestanden, Corinna (9, Foto) aus Eilenburg missbraucht und ermordet zu haben.
“Es wird zum Verfahren kommen, ganz klar“, sagte Stefan Costabel der “Leipziger Volkszeitung“. Er gehe auch davon aus, dass das Geständnis verwertbar sei. Der Anwalt hatte dies nach der Festnahme des 39-jährigen Tatverdächtigen zunächst angezweifelt, da sein Mandant 2,8 Promille Alkohol im Blut gehabt habe. Unklar ist weiterhin, ob die Ermittler über objektive Beweise verfügen, die das Geständnis des Mannes untermauern.
Unterdessen stellte Anwalt Costabel Strafanzeige gegen Unbekannt, weil er nach Übernahme der Pflichtverteidigung Morddrohungen erhalten habe. Die neunjährige Corinna kehrte am Dienstag vergangener Woche vom Spielen nicht nach Hause zurück. Einen Tag später fanden Suchtrupps ihre Leiche in Eilenburg am Ufer eines Nebenarms der Mulde. Der alkoholkranke S., der in der Nähe einen Garten hat, wurde am Samstagabend festgenommen und gestand, das Kind vergewaltigt und getötet zu haben.
AP
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