Oldenburg - Im Skandal um Dioxin in Futtermitteln hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage gegen den Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, Friedrich-Otto Ripke, erhoben.

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Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke erhoben.
Im Kern geht es um die Frage, ob ein Futtermittelhersteller im niedersächsischen Damme im vergangenen Jahr durch eine Pressemitteilung des Ministeriums vor einer Durchsuchung seines Betriebes gewarnt wurde.
Staatssekretär Ripke und einem ehemaligen Pressesprecher werden die Verletzung des Dienstgeheimnisses beziehungsweise Anstiftung dazu vorgeworfen, teilte Staatsanwältin Kathrin Schmelzer am Mittwoch in Oldenburg mit.
Die beiden Ministeriumsmitarbeiter sollen gewusst haben, dass sie mit der Veröffentlichung den Durchsuchungserfolg bei dem Unternehmen gefährden könnten. Die Ermittler fanden dort dann später auch keine Proben aus dem fraglichen Zeitraum mehr, obwohl diese hätten aufbewahrt werden müssen.
Ministeriumssprecherin Natascha Manski sagte, der genaue Inhalt der Anklage liege noch nicht vor. Nach dem bisherigen Wissensstand teile der Minister die Auffassung, dass sein Ministerium rechtskonform gehandelt habe.
In Zuge des Dioxinskandals waren mehrere tausend Betriebe gesperrt worden, weil ein Futtermittelbetrieb in Schleswig-Holstein gepanschte und mit Dioxin verseuchte technische Fette verarbeitet hatte. Unter anderen waren Hühnereier mit dem hochgiftigen Dioxin belastet.
dpa
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