816.06.09|Bayern|8 Kommentare
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Staudach-

Die Vorderalm auf dem Weg zum Hochgern.
Landwirtin Irmi Murr hat „null, null, null“ Erklärung für das Unglück, im Ort kursieren die seltsamsten Gerüchte: Ein Heißluftballon könnte durch „zischende“ Geräusche die Tiere aufgeschreckt haben. Oder war es ein freilaufender Hund? Oder ein Fuchs? Die Gerüchte beschäftigen vor allem den Ort Waging, wo die Landwirtsfamilie Murr ihren Naturland-
Die Vorderalm, wo die Tiere seit Ende Mai grasten, ist eine schöne Ausflugsalm für Wanderer auf dem Weg zum Hochgern (1748 Meter). Der Senner Konrad, ehemals Holzknecht im Dienste der Stadt Traunstein, nun schon über 75, ist in der Gegend legendär, er serviert Brotzeit und Getränke, repariert die Weidezäune, treibt die Tiere beim schlechten Wetter in den kleinen Stall und ist so etwas wie der „gute Geist“ auf der Alm.
Der Tod der Ochsen hat ihn schwer mitgenommen. Derzeit sowieso im Krankenstand, ist er jetzt regelrecht traumatisiert. „Er will gar nicht mehr auf die Alm rauf“, sagt Landwirtin Irmi Murr. Am Samstag gegen 7 Uhr in der Früh hatte ein Wanderer die toten Tiere am Fuße einer Felswand zwischen Vorderalm und der Staudacher Alm auf etwa 1200 Metern Höhe entdeckt und die Polizei in Grassau informiert. Mehrere Tiere lagen nach dem Absturz direkt auf einer Forststraße, andere hatten sich in den Ästen der umstehenden Bäume verfangen. In Panik hatten sie einen erst jüngst wieder hergerichteten dreireihigen Stacheldrahtzaun übersprungen und waren in den Abgrund gestützt. „Nur gut, dass um diese Zeit niemand auf der Straße unterwegs war“, sagt Bäuerin Irmi Murr. Ein tragisches Unglücksfall, dessen Ursache wohl niemals bekannt wird. Die Polizei in Grassau sieht jedenfalls keinen Anlass für Ermittlungen – die Theorie, ein Wanderer könne die Tiere aufgescheucht haben, nennt der stellvertretende Dienststellenleiter „an den Haaren herbeigezogen“.
Nur zwei der Bio-
Auf dem Schaden bleibt die Landwirtsfamilie wohl sitzen. Bis zu 1500 Euro kostet so ein Jung-
dw