228.10.09|Bayern|44 Kommentare
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Imsterberg - Schon zum Feierabend dunkelt es, mit dem Untergang der Sonne zieht der Nebel auf. Kühe und Schafe, die noch vor ein paar Wochen auf den Almen grasten, sind schon längst ins Tal gebracht worden.

© Getty Images
Mehrere Jäger entdeckten schon vor Monaten Spuren eines Wolfs.
Auch in Imsterberg im Tiroler Oberland, keine 25 Kilometer Luftlinie vom Allgäu und Oberbayern entfernt, sind die Tiere ins sichere Tal gewandert. Bauer Stefan Sch. versorgt nun in Talnähe seine Steinschafe, die ihm ans Herz gewachsen sind. Sie dürfen wie im Sommer auf der Alm auf dem Venetberg frei am Hang herumlaufen. Doch sie wissen wie der Bauer nicht, dass sie hier einem Raubtier ausgeliefert sind. Einer Bestie, die gnadenlos Jagd auf sie macht und sich in einen wahren Blutrausch beißt!
Der Bürgermeister des Dorfs, Alois Thurner, kann derzeit zu dem Fall nur eines mit Sicherheit sagen, denn diese Spurenlage wurde abgeklärt: „Ein Bär ist es nicht. Das wurde bereits untersucht.“ Schließlich gab es unter den Bürgern bereits Spekulationen, dass ein Braunbär aus dem Stubaital, Brunos Halbbruder MJ4, sich bis ins Inntal vorgewagt haben könnte. Doch dies trifft in diesem Fall nicht zu. Thurner: „Wir glauben eher, dass ein Wolf hinter dem Angriff auf die Schafe stecken könnte – vermutlich ein Einzelgänger.“
Vor Monaten hätten in der Gegend auch einige Jäger Spuren des einsamen Raubtiers entdeckt. Mittlerweile klären Experten, was die unbekannte Bestie sein könnte. Wenn es wirklich ein Wolf ist, wird es im Inntal über den Winter noch mehr Opfer geben.
M. Christandl