515.06.09|Bayern|9 Kommentare
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München - In Bayern protestieren Schüler und Studenten gegen das Bildungssystem. In München, Nürnberg, Eichstätt, Bayreuth, Bamberg, Würzburg, Augsburg und Regensburg sind Aktionen geplant.

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Schüler, die sich am Schulstreik beteiligen.
Vor der Ludwig-Maximilians-Universität schlugen am Montag rund 30 Studenten ein Zeltlager auf. "Wir bleiben hier die ganze Woche", kündigte Pennekamp an. Unter dem Motto "Schule macht krank" solle an diesem Dienstag eine Schule "unter Quarantäne" gestellt werden. Außerdem seien bayernweit "Banküberfälle" geplant, bei denen Demonstranten kurzzeitig in Geldinstitute einfallen und damit zeigen wollten, dass nicht nur Banken die Unterstützung des Staates brauchen.
"Bildung wird auch zugunsten der Banken sträflich vernachlässigt", sagte Pennekamp. "An Schulen darf es nicht nur darum gehen, möglichst produktive Arbeitskräfte zu produzieren", betonte der Abiturient Jürgen Koch, der die Aktionen in Nürnberg organisiert. "Schüler müssen zu selbstständigen, selbstbewussten Menschen ausgebildet werden."
Die Schüler und Studenten fordern umfassende Bildungsreformen, darunter mehr Mitbestimmungsrechte für Schüler, die Abschaffung der Studiengebühren und eine Reform der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Im Rahmen des Bildungsstreiks machen Schüler und Studenten ihrem Ärger deutschlandweit in mehr als 70 Städten Luft.
Unterstützung gab es von der Gewerkschaft ver.di und vom Bayerischen Elternverband (BEV). "Man sollte einen Strich machen unter die Bildungspolitik und ganz neu anfangen. Wir brauchen kleinere Klassen, bessere Ausbildung für Lehrer, keine Studiengebühren, eine längere gemeinsame Schulzeit - alles muss sich ändern", sagte BEV-Geschäftsführerin Margit Alfes.
"Wir unterstützen den Bildungsstreik", sagte auch die stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, Barbara Zahn. Die Lehrpläne an bayerischen Schulen seien schlecht ausgearbeitet, das Schulsystem selektiv, Studiengebühren müssten abgeschafft werden.
dpa

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