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Schnee-Chaos in München: Flugausfälle, Bahn verspätet, Unfälle und Stau

Schnee-Chaos in Bayern

München - Vom Winde verweht – der historische Filmstreifen wurde gestern viel zitiert: Das windige Schneegestöber fegte etliche Lkw und Busse von der Straße, es gab hunderte Verkehrsunfälle.

© Ziegler, BRK BGL

Zu insgesamt acht Verkehrsunfällen auf schneeglatter Fahrbahn kam es am Dienstag im Zuständigkeitsbereich der Berchtesgadener Polizei

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Bei mehreren Unfällen in Bayern gab es auf den schneebeckten Fahrbahnen am Mittwochmorgen meist Sachschaden. Es bildeten sich aber teilweise kilometerlange Staus - wie auf der Autobahn 9 München-Nürnberg.

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Auch auf der A8 München Richtung Stuttgart gibt es wegen der Witterung erhebliche Probleme: Zwischen Odelzhausen und Sulzemoos liegen nach einem Unfall Gegenstände auf der Fahrbahn. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Auf der A96 Lindau Richtung München zwischen Landsberg am Lech-Ost und Schöffelding gibt es ebenfalls Behinderungen nach einer Karambolage. Dort war die linke Spur gesperrt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd meldete zahlreiche Kleinunfälle - vor allem wegen Schneeverwehungen und hängengebliebener Lkw. Auch das PP Nord mit Sitz in Ingolstadt hat eine vorläufige Bilanz veröffentlich: 195 Unfälle wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums gezählt. Die meisten waren - wie auch im Süden - Kleinunfälle mit Sachschaden.

Im Landkreis Starnberg ist im Schneetreiben ein Schulbus verunglückt. Der Bus, der neben der Straße zum Liegen gekommen war, musste in einer aufwändigen Bergungsaktion wieder aufgerichtet werden.

Am Flughafen kam es wegen des Schnees zu zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. 120 Flüge wurden gestern bis zum frühen Nachmittag am Flughafen München gestrichen, bei weiteren 124 Flügen gab es Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Grund: Die Räumdienste des Flughafens kamen kaum nach, auch das Enteisen der Flugzeuge verzögerte sich.

Im Landkreis Miesbach war Spitzingsattel von der Außenwelt abgeschnitten. Der Grund: Auf einer Breite von 15 Metern war ein Schneebrett abgegangen und hatte die Straße vier Meter hoch verschüttet. Die Gemeinde ordnete weiter Sicherheits-Sprengungen an. Verletzt wurde beim Lawinenabgang niemand – ebenso wie bei einer Lawine, die nahe der Imberg-Bahn im Allgäu abseits einer präparierten Piste runter kam.

Im Landkreis Erding, zwischen Schwaig und Oberding, ist ein Linienbus gegen einen Baum geprallt. Nach ersten Informationen hat der starke Seitenwind den Bus von der Fahrbahn gedrückt. Mehrere Fahrgäste wurden verletzt. Ein Hubschrauber wurde angefordert.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck hatten viele Autofahrer mit starken Schneeverwehungen zu kämpfen.

Auch im Landkreis Dachau mussten die Einsatzkräfte im Minutentakt ausrücken.

Stau bei der Bahn

Stau am Hauptbahnhof München – das kommt auch nicht alle Tage vor. Weil zu viele Züge verspätet einfuhren, geriet der Fahrplan durcheinander. Um den Hbf zu entlasten, endeten Regionalzüge aus Augsburg und Füssen gestern Vormittag in München-Pasing – wer in die Innenstadt wollte, musste in die S-Bahn umsteigen.

Doch auch diese fuhr kleinere Verspätungen ein. Es gab immer wieder Weichenstörungen, die die Bahn meist schnell beheben konnte. Eine längere Störung verursachte eine Plane, die in der Oberleitung zwischen Lochhausen und Pasing hängenblieb – ab 8.30 Uhr ging auf den S-Bahn-Gleisen erst einmal gar nichts mehr. Die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) rüffelt die Bahn. „Es ist zwar nicht so schlimm wie im vergangenen Jahr, aber wir sind nicht besonders erfreut, wie das derzeit läuft“, sagt BEG-Sprecher Wolfgang Oeser. Vor allem die Ausfälle der S-Bahn-Züge – seit Tagen fahren auf der S 2, S 3 und S 8 keine Taktverstärker – sei „völlig unbefriedigend“.

Im Allgäu musste der Zugverkehr zwischen Immenstadt und Lindau eingestellt werden – ein Räumfahrzeug hatte einen so massiven Schneehaufen auf die Gleise geschoben, dass ein „Alex“-Zug entgleiste und eine Weiche verbog.

Zu insgesamt acht Verkehrsunfällen auf schneeglatter Fahrbahn kam es am Dienstag im Zuständigkeitsbereich der Berchtesgadener Polizei. Ursache war meist den winterlichen Straßenverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit. Das Rote Kreuz musste vier leicht Verletzte versorgen und ins Krankenhaus bringen.

weg/kb/dw/ddy/ham

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