304.08.09|Nightlife|
|
|Schrift
a /
A||
München - Dass das Logo des Restaurants auf dem Kopf steht, hat natürlich seinen Sinn. „Das versinnbildlicht, wie das Salz aus dem Streuer rieselt“, erklärt Som Wild.
Das Lokal heißt dementsprechend Salt (englisch für Salz), die Idee kam dem 45-jährigen Wirt zusammen mit seinem Partner Daniel Teuschert beim gemeinsamen Margarita-Trinken, als sie am Salzrand schleckten.
Bei ihrem ersten gemeinsamen Restaurant ist der Name Programm, mit über 60 Salzsorten schmeckt Chef-Koch Murri Keljmeni seine Gerichte ab. „Frisch, hochwertig, unkompliziert und mediterran“, nennt Keljmeni seine Art zu kochen, mit der er bis letztes Jahr auch im angesagten Nektar-Restaurant überzeugt hatte. Ganz so einfach kommen die Speisen dann aber doch nicht auf den Tisch. Ab und zu darf’s schon mal molekular sein, und zum Vitello Tomato gibt’s nicht irgendein Gemüse, sondern Vakuum-Gurke. Preislich ist das Angebot hingegen sehr bodenständig. „Wir wollen auch jüngeren Gästen ermöglichen, bei uns vernünftig zu essen, wollen ernst genommen werden und trotzdem lässig rüber kommen“, erklärt Som Wild ein Münchner-Gastro-Veteran, der im Bayerischen Hof lernte und später seine Sporen unter anderem im Hiscox, Lardy’s, Roma, Barfly, Pacific Times und Aficionado verdiente, die Salt-Philosophie. Die Meerbarbe mit Papayasalat, Gemüse-Sushi und Kresse gibt’s für 7, das Pilzrisotto mit Paprikagremulata und Kräutersalat für 8 und das Zanderfilet mit gebratenem Gemüse und Curryschaum für 10 Euro. Schnörkellose Preise, wie auch das ganze Lokal sehr zielstrebig durchgestylt ist. Klare Linien, reduziert, mit leichtem Retro-Touch. Die massiven Holzplatten aus Ulme thronen auf Chromfüssen aus den 70ern, eine Sitzinsel ist der Hingucker unten an der Bar, während oben, im Restaurantbereich, Lampen im Schneebesen-Look von der Decke hängen.
Spektakulär ist aber vor allem die Terrasse auf den Rundfunkplatz mit künstlicher Wasserstelle, Mittags ist ohne Reservierung kaum ein Platz zu ergattern. Denn umliegende Firmen wie der BR , die Wäsche-Macher von Triumph oder ein benachbarter Verlag lagern ihre Kantine vor allem bei schönem Wetter nun gern „salzig“ aus. Dann wird ein dreigängiges Mittagsmenü angeboten für 18 Euro, wer mit zwei Gängen schon satt ist, zahlt 14 Euro. Auch abends gibt’s Menü, fünf Gänge für 42, vier für 36 und drei Gänge für 28 Euro. Allerdings ist auch die Bar allein einen Besuch wert. Der steht mit Kate Bussenius eine der wenigen Münchner Bar-Chefinnen vor, sie leitete zuvor die Bar in Rudi Kulls Cortiina-Hotel. Geöffnet hat das Salt von Montag bis Samstag von 10 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag bis 3 Uhr, Telefon 89 08 36 95, Internet: www.saltrestaurant.de

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
04.02.12|Q-Club, Kultfabrik in München|0
