Vielleicht war’s erst mal eine der letzten Gelegenheiten, Giulia Siegel bei ihrer Arbeit als DJane zu beobachten.
Denn die Tochter von Komponist Ralph Siegel zieht im Januar angeblich in den unwirtlichen australischen Dschungel, um sich mit Drama-Queens wie Ingrid van Bergen oder Lorenzo beim Känguru-Hoden-Verspeisen zu messen. So heißt es.
Bestätigen wollte La Siegel den temporären Umzug in den telegen aufbereiteten Busch bei einem Charity-Auftritt in der edmoses-Bar nicht, dort stand die gute Sache im Vordergrund. Denn jedes Jahr spendet die Szene-Bar von Nils Jäger und Sascha Arnold am Haus der Kunst kurz vor Weihnachten den Erlös einer Party-Nacht an eine Wohltätigkeits-Organisation.
Letztes Jahr konnten mit den gut 5000 Euro mehrere Lastesel in Afrika für die Pure Water-Aktion gekauft werden. Dieses Wochenende wurde für den Verein „Make a wish“ gefeiert, der Kindern mit lebensbedrohlichen Krankheiten ihren Herzenswunsch erfüllt. „Ich habe zuerst abgesagt, weil ich derzeit sechs Tage in der Woche arbeite und einfach kaputt bin“, erklärte Giulia Siegel, „aber die Aktion ist so großartig, dass ich mich dann doch anders entschieden habe.“
Gage bekam die Siegel für ihren edmoses-Gig selbstredend nicht, nur eine Flasche Wodka für sich und ihre Lieben aufs edmoses-Haus, damit das Stimmungsbarometer bis drei Uhr morgens schönes Wetter anzeigte. Die DJane war nicht die Einzige, die sich in den Dienst der guten Sache stellte, das übliche edmoses-Personal bekam frei, dafür arbeiteten die Chefs hinter – und später in Coyote ugly-Manier auch auf dem Tresen, unterstützt von Dani Mraz, selbst DJ und Chef des Clubs Prinzip, sowie Schumann‘s-Barkeeper Daniele.
„Einige tausend Euro“ sind zusammen gekommen, freut sich Alexandra Illek von der deutschen „Make a wish“-Foundation, und sie hat auch schon eine Idee, wie die Spende verwendet wird. „Wir wollen damit der dreizehnjähren Roswita eine Freude machen, die schon immer davon geträumt hat, mit Delphinen zu schwimmen. Die besondere Herausforderung besteht für uns dabei, diesen Wunsch in Deutschland zu erfüllen, weil Roswita keine weiten Reisen tätigen darf.“
Thomas Oßwald
Quelle: tz



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