In der tz-Genussserie geben die Küchenmeister Münchens preis, wo sie ihre Waren einkaufen. Heute verrät der Koch der Fußballnationalmannschaft Holger Stromberg, woher er sein Fleisch bekommt.

© Leiprecht
Holger Stromberg (l.) riecht an einem kolossalen Serrano-Schinken, den ihm Alexander Obermeyer vom Frischeparadies Niederreuther präsentiert.
Fleisch war immer wichtig in seiner Karriere. Im elterlichen GasthausStromberg und in der Lehre in einem gutbürgerlichen Restaurant zählte erst einmal die Größe der Portionen. „Die Schnitzel mussten schon deutlich größer als der Teller sein“, erinnert er sich. Dann folgten für Stromberg Jahre in der Gourmetküche, wo er schon mit 23 Jahren geadeltwurde: 1995 erhält das Restaurant Goldschmieding in Castrop-Rauxel einen Michelin- Stern. Küchenchef ist Holger Stromberg. „Damals waren fast nur Edelteile wie Rinderfilet oder Kalbsrücken auf den Speisekarten der Gourmetrestaurants zu finden“, blickt Stromberg zurück. „Die Herkunft spielte kaum eine Rolle, Hauptsache zart war die Devise.“ Dashatsichseithergründlich geändert, daran hat auch Stromberg kräftig mitgearbeitet. In seinem Restaurant kommen auch weniger edle Teile auf die Teller: weich geschmorte Rinderschulter oder bei Niedrigtemperatur gegarte Kalbshüfte. Ein begeisterter Gast ist DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der ihn nach einem Besuch im Jahr 2007 geradeheraus fragte, ob er fürdie deutschen Fußballnationalspieler kochen möchte. „Und die Jungs essen gerne Fleisch, aber das richtige muss es sein“.
Jossi Loibl
Zenettistraße 10
Tel. 089/7 67 10
www.frischeparadies.de
Mo. bis Fr., 5.30 bis 19 Uhr, Sa., 8 bis 16 Uhr;
Bistro Mo. bis Fr., 5.30 bis 16 Uhr, Sa., 8 bis 15.45 Uhr
Balanstr. 73, Haus 32
Tel. 089/62 18 94 14
Mittagsangebot im Internet auf www.tagesmenue.eu.



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