Erste Hilfe bei Pollen-Alarm

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315.04.09|Gesundheit|
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Tränende Augen, laufende Nase: Expertin Franziska Rueff vom Allergie-Zentrum der LMU verrät die zehn besten Tipps gegen Heuschnupfen.

Jeden fünften Deutschen plagt im Frühling der Heuschnupfen

© Schlaf

Jeden fünften Deutschen plagt im Frühling der Heuschnupfen

Hatschi! Diese gemeinen Pollen! Seit einigen Tagen plagen Baumpollen rund 15 Millionen Deutsche. Sie sorgen für Augenjucken, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen. Die Wartezimmer in Münchens Praxen und Kliniken sind rappelvoll. „Im Moment ist der Pollenflug heftig“, sagt die Ärztin Franziska Rueff vom Allergie-Zent­rum der LMU. „Wegen des kalten Winters blüht jetzt vieles gleichzeitig, was sonst hintereinander kommt. Und die klimatischen Bedingungen sind denkbar schlecht für Allergiker: Sonne, Wind und tagelang kein Regen…“

Die Liste der lästigen Blüten ist lang: Eibe, Ulme, Esche und Erle schwirren in großen Mengen herum, dazu kommen Buche, Lärche, Walnuss und Pappel. Die Hasel ist noch da – und die Birke schon im Anflug. Aber was tun in der Not? Für die Hyposensibilisierung ist es, wenn die Pollen überall herumschwirren, schon zu spät. „Aber man sollte etwas gegen die Beschwerden tun. Sonst kann die Pollenallergie irgendwann zu Asthma oder etwa anderen Allergien führen“, so Rueff. Hier die besten Erste-Hilfe-Tipps:

Antihistaminika: Sogenannte Antihistaminika als Tabletten, Saft oder Tropfen sind der Klassiker aus der Apotheke: Rueff: „Fragen Sie nach der neueren Generation. Die macht nicht müde.“

(Kortisonhaltige) Nasensprays: Bei starken Schwellungen helfen kortisonhaltige Nasensprays. Aber Vorsicht: „Wie für alle Nasensprays gilt: Nur ein paar Tage nehmen. Die Gefäße erweitern sich irgendwann wieder und dann schwillt die Nase noch mehr an!“

Nasendusche: Schnelle Linderung bringt eine einfache Kochsalzlösung mit etwa einem Esslöffel Salz pro Liter Wasser. Nasenduschen gibt’s in der Apotheke.

Nur morgens lüften: „Auf dem Land wird die Luft schon abends feuchter und kühler – in der Stadt erst im Laufe der Nacht“, weiß die Allergologin. „Deshalb hier am besten früh morgens lüften.“

Kleidung draußenlassen: Getragene Kleidung möglichst gleich vor der Wohnungstür oder zumindest außerhalb des Schlafzimmers lassen.

Haare waschen: Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafengehen – das entfernt Pollen, die einem den Schlaf rauben können.

Staubfänger verbannen: Während der Pollensaison sollten Sie möglichst viele Gardinen und Teppiche im Keller lagern.

Akupunktur: Auch die Schulmedizinerin muss zugeben: „Studien belegen, dass Akupunktur bei leichten Fällen hilft.“ Ihr Tipp, um nicht an einen Scharlatan zu geraten: Suchen Sie einen Facharzt auf, der zusätzlich Akupunktur anbietet.

Pollengitter: Spezielle, dünnmaschige Gitter (etwa aus dem Baumarkt) helfen gegen Pflanzen vor der Haustür.

Pollenfilter fürs Auto: Niesen im Auto ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Abhilfe schafft ein Pollenfilter, der entweder schon serienmäßig im Auto drin oder für wenig Geld im Autohandel erhältlich ist. Wichtig: Mindestens einmal pro Jahr wechseln, sonst gedeihen die Bakterien.

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