Dauerhaft ist niemand gerne alleine. Aber mal ehrlich: In München lässt es sich als Single gar nicht so schlecht leben.

© Kurzendörfer
Die Bayerische Staatsbibliothek „gilt als die Flirtbörse Nummer eins“, erzählt Single Flo (27)
Vor allem im Vergleich zu anderen Metropolen: Der Single-Atlas der Online- Partneragentur parship.de hat ergeben, dass in der Landeshauptstadt die glücklichsten Singles leben. 70 Prozent der Befragten sind mit der Gesamtsituation zufrieden. Bestnoten bei dieser Studie gab es für den Freizeitwert von Stadt und Umland (84 Prozent). Außerdem sagten 77 Prozent, dass es in München die größte Zahl an romantischen Plätzen gibt; in Köln beispielsweise sagten das nur 49 Prozent.
Nirgendwo sonst gibt es so viele Biergärten, in denen das Flirten besonders leicht fällt. Dann wäre da noch der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, die Parks für Hundebesitzer, die Leopoldstraße mit etlichen Cafés, die Pinakotheken und andere Museen, der Hofgarten, der Nymphenburger Kanal, die Botanischen Gärten …
Die tz hat sich genauer in der Stadt umgesehen und Singles zu ihren Lieblingsplätzen befragt. Hier sind fünf Stellen in und um München, die noch nicht jeder als Flirt- und Single-Orte kennt.
Roberto Beach und Wasserski-Park: Flirten im Sand und unter Palmen
Unter Palmen an der Cocktailbar, mit Sand zwischen den Zehen, kommt das ganze Jahr über Ulaubs-Flirtlaune auf. Beim Roberto Beach in Aschheim, einer In- und Outdoor- Beachvolleyball-Anlage, baggern Surfertypen und Strandschönheiten gemeinsam. Natürlich geht’s auch um Sport: „Jeder will einen sportlichen Partner“, sagt Single Stefanie (24). „Warum dann nicht einfach dorthin gehen, wo Sport getrieben wird?!“ Ein Tipp: Gleich vor der Tür ist ein Baggersee mit Wasserski- Anlage (www.wasserskipark- aschheim.de) – im Sommer ist dieses Sportareal flirtmäßig kaum zu toppen! Weitere Infos unter www.robertobeach. de oder Tel. 089/32 53 80.
Die Glyptothek: Die Steine machen’s heiß
Die Bayerische Staatsbibliothek: Hier gibt es sogar einen Catwalk
Bei Studenten ist die Bayerische Staatsbibliothek schon lange kein Geheimtipp mehr. „Sie gilt als die Flirtbörse Nummer eins“, erzählt Single Flo (27). „Besonders bei Männern: Denn durch die Nähe zu den Geisteswissenschafts-Instituten der LMU sind hier überdurchschnittliche viele Frauen – die schönsten in der Unigegend.“ Heißt dementsprechend für Single-Frauen auf der Suche: Auf zur TU-Bibliothek, denn da gibt’s bekanntlich mehr Männer! Die Stabi, wie die Staatsbibliothek genannt wird, hat schon eigene Flirt-Regeln. Informatik- Student Flo: „Der Gang in der Mitte des Lesesaals heißt bei manchen Catwalk. Und weil man ja leise sein muss, legen viele den Frauen Zettel hin: ,Wollen wir ’nen Kaffee trinken gehen?‘“ Wer in den vorderen Reihen auf dem Präsentierteller sitzt, signalisiert: ,Ich will angesprochen werden!‘, weiter hinten: ,Ich will meine Ruhe!‘ Da muss Flo leider auch sitzen: „Noch drei Tage, dann habe ich Diplomprüfung. Echt ein Jammer!“
Der Gärtnerplatz: Bunt gemischt – alle auf einen Blick
Single Marco (30) und sein Kumpel Martin (40) genießen jeden Sonnenstrahl am Gärtnerplatz. „Der Platz ist zwar angesagt und voller trendiger Leute“, sagt Marco, „aber er ist nicht voller Schickimicki- Leute, sondern total bunt gemischt mit Studenten, BusinessLeuten, Schwulen, Kunst- und Kulturpublikum.“ Die Neugestaltung mit Blumenbeeten und Wegen hat einen großen Vorteil, so Marco: „Man hat immer den ganzen Gärtnerplatz im Blick und kann alle Singles abchecken.“ Auch die Lage ist perfekt: Geschäfte und Bars schließen direkt in den umliegenden Straßen sternförmig an. Im Sommer sitzen die Münchner abends und nachts dicht an dicht auf den Wiesenflächen und Bänken. „Da muss man sich schon die Ohren zuhalten, um nicht mit Fremden ins Gespräch zu kommen.“
Am Fuße des Müller’schen Volksbades: Ausruhen nach einer langen Partynacht
Weiter unten am Flaucher toben Kinder herum, Teenies hören Musik. Ein paar Kilometer weiter oben an der Isar, direkt unter dem Müller’schen Volksbad, ist Ruhe: Hier liegen die Singles auf der Kiesbank in der Sonne. Silke (36) und Tanja (36) ruhen sich aus. „Das ist der perfekte Platz nach einer Partynacht: Zentraler geht’s nicht. Der Untergrund ist immer trocken und das Rauschen der Wasserschleusen an der Praterinsel beruhigt, wenn der Kopf brummt.“
Quelle: tz



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