
„Für guten Sex gibt es kein Rezept, die Vorlieben sind sehr individuell“, sagt Sexpertin Vanessa del Rae. Dennoch hat sie einige Grundregeln, die beiden Partnern zu einem erfüllteren Sexleben verhelfen können, und einige Tipps, die zumindest einem Großteil der Männer beziehungsweise Frauen mehr Spaß im Bett bringen können. © privat

GRUNDREGEL 1: Reden Sie! Über Ihre Wünsche, Ihre Phantasien, Ihre Begierden. Ihre Wünsche stehen Ihnen schließlich nicht auf der Stirn geschrieben! Je besser Sie Ihren eigenen Körper kennen, desto genauer können Sie sagen, was und wie Sie es wollen. Vielleicht haben Sie schon zu lange geschwiegen und sind überrascht, dass Ihr Partner das Gleiche will. © dpa

GRUNDREGEL 2: Hinhören: Achten Sie darauf, wie Ihr Partner auf Ihre Berührungen, Ihre Küsse, Ihr Streicheln und Ihre Worte reagiert. Beschleunigt sich der Atem? Ist da ein Stöhnen oder ein anderer Laut, der verrät, wie sehr der Partner die Liebkosung genießt, zu hören? Wenn ja, machen Sie weiter, wenn nicht, machen Sie sofort etwas anderes! Es gibt mehr als zwei oder drei erogene Zonen, und die sind von Frau zu Frau, von Mann zu Mann auch noch unterschiedlich. Die „richtigen Töne“ zu erzeugen heißt, die richtigen Stellen treffen. © dpa

GRUNDREGEL 3: Zusehen: Trauen sie sich, Ihrem Partner bei der Masturbation zuzusehen und sie/ihn dabei zu unterstützen. Den anderen in der Erregung zu erleben törnt nicht nur an, es ist auch ein Beweis von Vertrauen und Nähe! Und Sie lernen etwas über die Vorlieben des Partners. © dpa

GRUNDREGEL 4: Abwechslung: Jeder weiß, dass ein Ortswechsel beim Sex frischen Wind bringt, dennoch landet man immer wieder im Bett. Vielleicht überzeugt Sie ja das: Sex im Stehen etwa ist viel dynamischer und berührt auch Stellen, die Sie im Liegen nicht erreichen. Und wenn der Mann zum Beispiel bei Sex am Küchentisch stehen kann, ist das weniger anstrengend für ihn. © dpa

Bei meinen Sex-Gesprächen erzählen viele, dass es für sie besonders antörnend sei, wenn sie sich in großen Menschenmengen berühren und mit Blicken heiß machen – so kann man sich sehr weit hochschaukeln und dann woanders zurückziehen und loslegen. © dpa

GRUNDREGEL 5: Zählen: Es klingt ungewöhnlich, aber das Zählen beim Sex ist eine altbewährte Technik aus dem Taoismus. Wechseln Sie ganz kurze, leichte Stöße mit Tiefen ab: neun kurze, ein tiefer; acht kurze, zwei tiefe; und so weiter. Wenn sie bei einem kurzen und neun tiefen angekommen sind, gehen Sie die Reihe zurück. Durch diese Technik werden die tiefen Stöße viel intensiver wahrgenommen, die Stimulation steigert sich kontinuierlich. © dpa

TIPP FÜR SIE 1: Das ewige „Rein-Raus-Spiel“ ist vor allem für Frauen langweilig! Versuchen Sie es mal mit kreisenden oder seitlichen Bewegungen. Die Rezeptoren in der Vagina sind nämlich sehr dünn gesäht, und so werden mehr davon und auch die Schamlippen stimuliert. © dpa

TIPP FÜR SIE 2: Zu häufige Befriedigung mit dem Vibrator kann problematisch sein. Da der Orgasmus vor allem durch das Gehirn gesteuert wird, kann das Gehirn lernen, dass der Orgasmus nur durch Vibration ausgelöst wird. Prinzipiell ist natürlich nichts gegen Sexspielzeug einzuwenden, am besten aber keine Dildos aus Plastik, sondern aus hochwertigen Materialien. © dpa
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TIPP FÜR SIE 3: Stimulieren Sie beim Sex die Klitoris der Frau zusätzlich mit der Hand. Das hilft vor allem, wenn die Klitoris der Frau weiter oben sitzt. Männer mit Bauch sind hier übrigens im Vorteil: Die natürliche Unterpolsterung kann erregend genug sein. © dpa
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TIPP FÜR SIE 4: Frauen werden im Geheimen gerne als sexy oder verrucht angesehen – das beweisen viele Fantasien meiner Teilnehmerinnen. Viele macht es an, wenn Sie Reizwäsche oder High Heels tragen oder auch mal kein Höschen. Also Männer, traut euch, sie dazu zu animieren! © dpa
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TIPP FÜR SIE 5: Männer, seid ruhig auch mal forscher! Frauen mögen es, genommen zu werden und zum Beispiel auf den Boden oder an die Wand gedrückt zu werden – natürlich ohne Brutalität. Handfeste Berührungen sind erregend, am besten im Wechsel mit Zärtlichkeiten. © dpa
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TIPP FÜR IHN 1: Jeder Mann liebt Oralverkehr. Einmal weil die Frau sich in diesem Augenblick unterwirft, zum anderen wegen der vielen Möglichkeiten. Der Mund kann Unterdruck erzeugen und saugen, dazu kommt die bewegliche Zunge, die zusätzlich stimulieren kann. © dpa
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TIPP FÜR IHN 2: Den Höhepunkt verstärken: Der Mann kann den Orgasmus herauszögern, indem er immer kurz zuvor innehält. Das kann erstens sogenannte trockene Orgasmen erzeugen und zweitens empfindet er den endgültigen Höhepunkt dann viel intensiver. © dpa
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TIPP FÜR IHN 3: Enge erzeugen: Gerade bei der Missionarsstellung hat die Frau einige Möglichkeiten, den Penis stärker zu stimulieren, indem sie die Vagina verengt. Zum Beispiel durch das Schließen oder Überkreuzen der Beine oder indem sie die Beine über seine Schulter eng um den Hals legt. © dpa
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TIPP FÜR IHN 4: Intim-Massage: Die Prostata ist quasi der männliche G-Punkt und kann von Frau zum Beispiel durch Berührung oder Massage der Stelle zwischen Hoden und Anus stimuliert werden. © dpa
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TIPP FÜR IHN 5: Frauen, lasst euch gehen! Männer macht es an, wenn Frauen sich hingeben und zum Beispiel stöhnen – also keine falsche Scham! Sehr intensiv wird das Erlebnis auch, wenn die Frau ihrem Partner bei dem Orgasmus in die Augen sieht. © dpa