Berlin - Jana Bach, eine der bekanntesten deutschen Porno-Darstellerinnen, beendet ihre Hardcore-Karriere. Mit tz-online spricht sie über die Gründe und was sie in fünf Jahren alles erlebt hat.
Klappe, die letzte: Jana Bach hängt ihre Porno-Karriere an den Nagel. In Streifen wie "Sekretärinnen ... bereit zum Diktat!" oder "Krankenschwestern: Nackt unterm Kittel - Koitus auf Rezept!" zeigte sie vollen Körpereinsatz. Zum 1. Oktober läuft ihr Vertrag bei der Produktionsfirma Inflagranti aus.
Jetzt erklärt sie gegenüber tz-online, weshalb sie keine Hardcore-Filme mehr drehen möchte: "Ich habe alles, was mich irgendwie gereizt hat, in die Praxis umsetzen können", sagt die 31-Jährige. "Der Anreiz ist ein bisschen weg."
In fünf Jahren im Porno-Business hat sie einiges erlebt - und natürlich auch mit vielen Männern geschlafen. Allerdings waren es weniger, als viele glauben mögen. "Man denkt ja, dass Hunderte oder Tausende zusammenkommen bei einer Porno-Darstellerin. Aber es waren vielleicht 25 Partner bei 35 bis 40 Szenen. Ich hatte das Glück, dass ich mir die Partner immer aussuchen durfte." Auch Frauen seien dabei gewesen, "aber ich habe letztlich gemerkt, dass ich doch sehr hetero veranlagt bin".
Kurios: Jana führt sogar Buch, hat zu Hause eine Liste liegen, auf der sie private und berufliche Sexualpartner einträgt.
Das 1,60-Meter-Energiebündel ist in den fünf Jahren ihrer Porno-Karriere eine ganz Große geworden. Sie sieht sich als Nummer 2 in Deutschland. "Man kann ja bei Google sehen, wie oft nach einem gesucht wird, da bin ich auf Platz 2 der aktiven Darsteller hinter Vivian Schmitt." Doch mit Hardcore-Drehs ist jetzt Schluss!
Ihre Eltern seien natürlich froh, dass Porno-Filme passé sind bei ihrer Tochter. "Sie haben mich damals gewarnt vor der großen Stadt, vor Drogen. Aber es ist alles glimpflich verlaufen, und ich habe mich austoben dürfen im Sexualleben."
Ihr Umfeld ist glücklich über die Entscheidung, ihre Anhänger sind es nicht. Schon jetzt erreichen Jana zahlreiche Mails von Fans, die ihre Trauer äußern. Doch die gute Nachricht: Sie bleibt der Erotik-Branche treu, "die ist mir lieb und teuer". Sie will unter ihrem neuen Namen "Jana B." weiterhin sexy Moderationsjobs annehmen und auf Erotik-Messen auftreten.
Gibt es ein Zurück in die Porno-Branche? Jana beantwortet die Frage mit einem klaren Jein. "Vielleicht werde ich irgendwann einen einzigen Film drehen. Aber ein Zurück ins Pornobusiness? Nein, das ist ausgeschlossen."
al.
Rubriklistenbild: © Daniel Modjesch / Marcus Golejewski


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