München - Sie ist DER Shooting-Star der deutschen Porno-Szene. Mia Magma (24) aus Gilching (Kreis Starnberg). Sie gilt vielen bereits als Nachfolgerin von Legende Gina Wild. Lesen Sie das offene Interview mit Mia:

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Pornostar aus der oberbayerischen Provinz: Mia Magma (24) kommt aus Gilching im Kreis Starnberg.
Kommt Deutschlands nächster großer Porno-Star aus der oberbayerischen Provinz? Sieht ganz danach aus! Wer bei Internet-Suchmaschinen den Namen "Mia Magma" eingibt, verliert angesichts der Menge an Ergebnissen schnell den Überblick: Massenweise Angebote für DVDs und Blu Rays wie "Das Tagebuch der Mia Magma" oder ""Versaute Mädchenträume" finden sich da. Ihre Produktionsfirma "Magmafilm" hat Mia gar als "Exklusiv-Star" unter Vertrag. Heißt: Sie dreht ausschließlich für dieses Label. Solche Verträge bekommen üblicherweise nur die großen der Szene. Auf der Homepage reiht Magmafilm die 24-Jährige auch in die "erste Liga der deutschen Pornostars". Und das obwohl sie erst seit Frühjahr 2010 im Geschäft ist.
Neben ihrer Karriere als Pornostar führt Mia Magma zusammen mit ihrem Mann Peter (32) auch erfolgreich das Lokal "Shooters" im oberbayerischen Gilching.
Mit tz Online hat sie exklusiv und absolut offen über ihre zwei Karrieren, über das Pornobusiness und über ihre Sex-Vorlieben gesprochen:
Mia, Du bist DER Shooting-Star der deutschen Porno-Szene. Im vergangenen Jahr hast Du erstmals in einem Film mitgespielt. Jetzt bist Du bereits der Exklusivstar von "Magmafilm." Wie bist Du eigentlich ins Porno-Business gekommen?
Durch Zufall. Mein Mann Peter und ich, wir waren schon vor meiner Porno-Karriere begeisterte Swinger. Nachdem wir im August 2009 unser Lokal eröffnet hatten, haben wir uns natürlich voll und ganz auf diese berufliche Herausforderung konzentriert. Unsere Freizeit war logischerweise begrenzt und wir konnten unserem Swinger-Hobby nicht mehr nachgehen.
Ein Freund , der in unserem Lieblings-Swingerclub als DJ arbeitete, rief uns eines Tages an und erzählte uns von einer Pornopremiere im Club. Er fragte uns, ob wir nicht Zeit und Lust hätten, uns das anzusehen. Nachdem die Party an einem Donnerstag stattfand und nicht am Wochenende, wenn im Lokal Hochbetrieb ist, fanden wir sogar Zeit, dort hinzugehen.
Im Club präsentierten die Hauptdarsteller, Wanita Tan und Chris Hilton, ihr Werk. Zu späterer Stunde kam ich mit Wanita ins Gespräch und meine Neugier aufs Porno-Business wuchs. Mir ließ das ganze Thema keine Ruhe und so kam es das ich schließlich meinen Mann fragte ob er sich das vorstellen könne, dass ich einen Porno drehe.
Und wie reagierte Dein Mann auf diesen Wunsch? Nicht jeder Mann ist vermutlich begeistert, wenn seine Frau auf einmal in einem Porno mitspielen will...
Peter antwortete, das es ein paar Regeln geben muss und das er sonst kein Problem damit hätte.
Welche Regeln stellte er denn auf?
Die Regel stellten wir zusammen auf. Die für uns wichtigste Regel, die auch schon während unserer Swinger-Zeit galt: In Sachen Sex nichts alleine machen! Das heißt, mein Mann Peter ist bei jedem Dreh, bei jeder Show, bei jeder Autogrammstunde und bei jedem Auftritt dabei. Wenn wir merken, dass es dem anderen nicht gut geht, würden wir sofort aufhören!
Nachdem Ihr das geklärt hattet: Wie ging's dann weiter?
Peter empfahl mir, mich bei Magmafilm und Videorama zu bewerben. Er kannte sich in der Porno-Szene schon etwas aus, da er mal als Betreiber einer Videothek gearbeitet hatte. Ich bewarb mich zuerst bei Magmafilm und einen Tag später bei Videorama. Es folgte prompt ein Anruf des Produktionsleiters von Top-Regisseur Nils Molitor der mich für eine Szene nach Berlin einlud. Dort drehte ich mit Chris Hilton den Film "Das Sennenlutschi". Dabei habe ich Nils Molitor und sein Team offenscihtlich überzeugt. Denn einige Monate später bot Magmafilm mir einen Exklusiv-Vertrag an.
Die Namen der Porno-Legenden Gina Wild und Dolly Buster sind ja, wie das im Business üblich ist, Pseudonyme. Wie bist Du denn zu Deinem Künstlernamen Mia Magma gekommen?
Nachdem Magmafilm den Entschluss gefasst hatte, mich als Exklusivstar unter Vertrag zu nehmen, musste nur noch ein Name für meine Filme her. Magma bot mir den Firmenname als Nachname an, was mir bis heute eine sehr große Ehre ist. Der Vorname Mia stammt noch aus unserer Swinger-Zeit. Für kleinere Aufführungen im Swingerclub nannten sie mich dort immer Mia. Sie meinten, das klingt sehr sexy! So entstand mein Künstlername Mia Magma.
Hast Du ein Vorbild im Porno-Geschäft?
Nein, ich habe kein direktes Vorbild, da ich auch noch nicht so viele kenne. Ich denke auch, dass ich anders bin als viele andere in diesem Business. Ich bin einfach die Mia, ein normales Mädchen, das Spaß an Sex hat!
Wenn wir von "normal" sprechen: Im Gegensatz zu vielen anderen Porno-Darstellerinnen, vor allem zu denen aus dem amerikanischen Raum, hast Du keine Silikonbrüste.
Nein, bei mir ist alles so belassen, wie die Natur es mir geschenkt hat. Auch wenn es mir oft was anderes unterstellt wird: Meine Brüste sind echt! Ich denke, dass Natürlichkeit in der Erotik eine wichtige Rolle spielt. Für mich kommt Silikon also nicht in Frage. Aber ich habe durchaus Verständnis, wenn jemand mit seinem Körper nicht zufrieden ist und sich deswegen ärztliche Hilfe holt.
Du hast Dir im Porno-Business in kürzester Zeit einen großen Namen gemacht. Hast Du Dir irgendwelche Ziele gesetzt?
Also einige Ziele habe ich ja schon erreicht. Zum Beispiel habe ich 2010 den in der Szene heiß begehrten "EroFame Erotixxx Award" als "Beste Newcomerin" gewonnen. Natürlich möchte ich jetzt auch gerne die Auszeichnung als "beste Darstellerin" holen, ist doch klar! Aber von Erotik-Preisen mal abgesehen: Wenn ich mit meinen Filmen das Sexleben anderer Menschen positiv beeinflussen könnte - das wäre mein größter Traum!
Stichwort "Sexleben": Worauf stehst Du denn persönlich beim Sex?
(Lacht) Ohh...da gibt's vieles!
Dann schieß' mal los!
Analsex mag ich sehr gerne. Oral ist auch toll. Ich liebe es, "sein" bestes Stück im Mund zu haben. Ich stehe auch auf Sex mit mehreren Personen. Wenn es gekonnt ist, habe ich Freude an einem DP (Sex mit zwei Männern; Anm. d. Red.) - oder an Sex mit hübschen Frauen. Es macht mich auch total an, beim Sex beobachtet zu werden.
Frauen haben eine ganz besondere Art, Dich zu verwöhnen. Sie berühren und liebkosen Dich auf eine komplett andere Weise als ein Mann. Mit einer hübschen Frau Sex zu haben, ist etwas ganz Besonderes.
Da widerspricht Dir sicher auch kein Mann...
(Lacht) Das kann ich mir denken! Trotzdem möchte ich keine Beziehung mit einer Frau führen.... Da fehlt dann doch ein ganz wichtiges Teil!
Gibt es denn etwas, das Du beim Porno-Dreh noch ausprobieren willst?
Klar. Ich werde in naher Zukunft in meinen Filmen einen kleinen Gang Bang (Gruppensex; Anm. d. Red.) und einen Dreier mit zwei Männern einbauen. Solche Sachen habe ich privat zwar schon getan, aber noch nicht in einem professionellen Film. Ich freue mich schon sehr darauf!
Und zu was würdest Du definitiv "Nein" sagen?
Erstens sehe ich meinen Beruf als Erotik-Darstellerin darin, Träume zu vermittlen. Deshalb würde ich mich nicht für Sex ausserhalb der Kamera buchen lassen. Es gibt von mir keine Amateurclips und wird es auch nicht geben Zweitens bin ich nicht der devote Typ: Also wenn eine Person peitscht, dann ich! Ansonsten bin ich eigentlich ein sehr neugieriger Typ und für vieles offen.
Was sagt denn Dein Mann zu Deiner Porno-Karriere?
Er steht voll hinter mir! Nur durch meinen Mann, der gleichzeitig mein Manager ist, habe ich alles in diesem Business erreicht. Er unterstützt mich in jeder Hinsicht: Er übernimmt mein Marketing, Presse und Promoarbeiten, so dass ich mich voll ganz entspannt auf meine erotische Tätigkeit konzentrieren kann. Ich denke... Nein, ich weiß, das er sehr stolz auf mich ist!
Ihr führt ja eine recht unkonventionelle Beziehung. Da könnte man vermuten, dass Ihr Euch im Swinger-Club kennengelernt habt...
(lacht) Nein, überhaupt nicht. Wir haben uns sogar auf die ganz altmodische Art kennengelernt. Nämlich über Bekannte. Ich habe damals im Geschäft neben ihm gearbeitet. Sein Kollege und Freund hatte Interesse an meiner Kollegin und sie verabredeteten sich. Meine Kollegin hat mich damals gebeten, sie zum ersten Date zu begleiten. Ihr Schwarm hat wiederum er meinen jetzigen Mann mitgebracht. So kam es zu einem ungewollten Vierer-Date. Mein Mann und ich, wir verstanden uns gleich von der ersten Minute an. Natürlich haben wir uns dann weiter verabredet. Es ist wirklich ein ganz besonderes Gefühl, den Menschen zu finden mit dem man alt werden möchte. Bei ihm hatte ich das vom ersten Moment an!
Kannst Du Dich noch an Euer Kennenlern-Datum erinnern?
Mit meinem Mann Peter bin ich seit dem 27. Juli 2006 überaus glücklich.
In Sachen Sex führt Ihr ja eine offene Beziehung. Das ist sicher nicht jedermanns Sache. Kennst Du überhaupt so etwas wie Eifersucht?
Klar. Ich werde eifersüchtig, wenn ich das Gefühl habe, dass eine Frau mir Peter wegnehmen will. Du musst es mal so sehen: Beim Sex mit Fremden geht es ja nicht um innige Gefühle, sondern um Berührungen an Körperstellen, die sich nicht abnutzen. Der Mensch und sein Herz bleibt mir also erhalten!
Was sollte denn jemand mitbringen, der im Porno-Business Karriere machen will?
Genau drei Dinge. Erstens: Spaß am Sex. Zweitens: Einen Partner, der zu einem steht und einen unterstützt. Und drittens: Ein zweites berufliches Standbein, damit man finanziell nicht vom Porno-Geschäft abhängig ist.
Das zweite Standbein habt Ihr Euch ja mit dem "Shooters" in Gilching geschaffen.
Stimmt. Trotz meiner Erotik-Karriere arbeite ich weiterhin im "Shooters" als Bedienung und Barkeeperin. Ich liebe den Kontakt zu den Menschen einfach. Und das "Shooters" gibt mir die Sicherheit und Freiheit, bei Filmangeboten auch mal "Nein" sagen zu können. Durch die Abwechslung bleibt bei den Aufnahmen auch das besondere "Kribbeln" und die Sexszenen werden nicht zum Arbeitsalltag.
Gilching ist und bleibt also Deine Heimat?
Klar! Hier leben mein Mann, meine Freunde und meine Schwiegermutter.
Okay. Weiß Deine Schwiegermutter eigentlich von Deiner Filmkarriere? Oder würde sie in Ohnmacht fallen, wenn sie erfährt, was Du für Streifen drehst?
Nein, meine Schwiegermutter weiß Bescheid. Sie ist ein sehr offener Mensch und sie steht zu ihrer Familie. Sie möchte nur dass es uns gut geht - so lange ist alles in Ordnung.
Kürzlich hast Du bei der Erotikmesse "Eros & Amore" im Münchner Olympiapark einen Strip im bayerischen Dirndl hingelegt. Bei der Show hast Du unter anderem ein Weißbier eingeschenkt, was Du natürlich aus beruflichen Gründen außerordentlich gut kannst.
(lacht) Mag sein.
Außerdem hast Du bei dieser Strip-Show Deinen Körper in eine weiß-blaue Bayernfahne gehüllt. Warum lebst Du denn gerne in Bayern?
Die Mentalität, die Lebensfreude und die Nähe zur Natur - das alles ist in Bayern einzigartig ist Für mich ist in Bayern einzigartig. Für mich ist Bayern einfach das tollste Land der Welt. Ich halte es deswegen mit dem Motto des FC Bayern: Mir san mir!
Mia, vielen Dank für das Interview.
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