München - Zwei Kult-Sexfilme aus den 70er-Jahren sind neu auf DVD aufgelegt worden. Kritiker meinen: Das sind die schärfsten Lederhosenfilme dieses Jahrzehnts. Hier sehen Sie viele Bilder:

© UIG Entertainment
Links ein Szenenfoto aus "Sexgaudi am Königssee". Rechts ein Bild aus "Wo der Wildbach durch das Höschen rauscht". Die Filme sind als Neuauflagen auf DVD bei UIG Entertainment erschienen und unter anderem bei Amazon erhältlich.
Nein, was hier zu sehen ist, geht weit über das harmlose Etikett "Sexgaudi" hinaus. Wo 70er-Jahre-Erotikfilme wie die legendäre Reihe "Liebesgrüße aus der Lederhose" noch ganz klar als "Sotsex" einzustufen sind, gehen zwei Filme aus derselben Ära deutlich weiter. Regisseurs Jürgen Enz (Spitzname: "Trash-König des deutschen Sexfilms") hat seine berüchtigten Klamaukfilme „Wo der Wildbach durch das Höschen rauscht“ und "Sexgaudi am Königssee" mit wilden Hardcore-Szenen versehen. Oralsex und Masturbation in Großaufnehme waren eindeutige Tabubrüche im einst so beliebten Genre der Lederhosen-Sexfilme. Kritiker verrissen die Streifen rundheraus - und vermerkten auch, dass derart harte Szenen bislang nur in Hardcore-Pornos im Sexkino (so ewtas gab es damals noch) zu sehen waren.
Sogar heute noch zeigen Erotik-Spartensender wie das österreichische "Alpenglühen TVX" (zu empfangen Satellit und Kabel) entschärfte Versionen dieser beiden Machwerke.
Die "Handlung" der beiden Filchen ist schnell erzählt: In "Sexgrüsse aus dem Lederhöschen" (1974) findet die tugendhafte Witwe des verstorbenen Bürgermeisters in dessen Tagebuch Beweise dafür, wie wild es die braven Bürger hinter den Kulissen tatsächlich treiben. Und in "Nackt und kess am Königssee" (1980) sucht der impotente Schotte Mc Fizz an besagtem See nach einer sagenumwobenen potenzsteigernden Pflanze. Von der sich die Einwohner eines Dorfes offenbar mit Vorliebe ernähren.
Beide Filme erschienen ursprünglich unter anderen Titeln: "Wo der Wildbach durch das Höschen rauscht" flimmerte 1974 als "Sexgrüsse aus dem Lederhöschen" über die westdeutschen Leinwände. Und "Sexgaudi am Königssee" hieß zunächst "Nackt und keß am Königssee".
Wer sich ein eigenes Bild machen will: Die beiden umstrittenen Filme sind neu aufgelegt als DVD bei UIG Entertainment erschienen und unter anderem bei Amazon erhältlich.
ngf



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