Hallo, Rudi! Geht’s noch?

Hallo, Rudi! Geht's noch?

012.03.10|Viererkette|4 KommentareFacebook
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München - Katrin Basaran (Panorama), Maria Zsolnay (Menschen), Astrid Kistner (Exklusiv) und Stefanie Thyssen (Fernsehen) beziehen in ihrer Kolumne „Viererkette“ Stellung zu aktuellen Sportthemen. Diesmal geht's um die Äußerungen von Rudi Assauer.

© Getty

Rudi Assauer

Eigentlich sind wir Mädels von der Viererkette ja nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. In dieser Woche aber muss mal auf den Tisch gehauen werden – wir haben einfach zu viel gesehen, gelesen und gehört, was uns auf die Palme bringt.

An vorderster Front: Rudi Assauer. Bislang hielten wir ihn für einen eher harmlosen Macho, den man nicht weiter beachten musste. Gut, er hat sich mit seiner Ex (der Tatort-Braut Simone Thomalla) auf Sylt eine kleine Prügelei geleistet, aber sei’s drum. Was tut man nicht alles für eine Schlagzeile. Was Zigarren-Rudi nun aber über schwule Fußballer gesagt hat, geht gar nicht. Sie sollen, so sagte er sinngemäß, entweder die Klappe halten und bloß nicht an ein Outing denken, oder sich lieber gleich vom Acker und auf die Suche nach einem neuen Job machen. Hallo? Geht’s noch?

Da redet sich die Welt, und vor allem die Fußball-Welt, (völlig zu Recht) den Mund fusselig darüber, wie man ­homosexuellen Sportlern den Weg an die Öffentlichkeit leichter machen kann, da kommst du mit so einem altertümlichen Quatsch daher?! Wir sind empört über so viel Dummheit, die – das nur nebenbei bemerkt – sowieso zu den unattraktivsten Eigenschaften eines Mannes gehört.

Apropos unattraktiv. Haben Sie das neue Tattoo von David Beckham gesehen? Angeblich zeigt es Amor und seine geliebte Psyche und soll ein Liebesbeweis für Becks Heimchen am Herd Victoria sein. Fürchterlich sieht das aus, und an Peinlichkeit ist es obendrein nicht zu überbieten. Da kann selbst der zweifellos schönste Körper unter dem Tattoo nichts mehr retten...

Nicht mehr zu retten sind auch Boris und Lilly. Wie lange liegt die Geburt ihres Sohnes Amadeus zurück? Drei Wochen? Vier Wochen? So was um den Dreh. Doch anstatt dass die drei mal ihre kleine Familie genießen und sich ein bisschen Ruhe gönnen, jetten sie durch die Weltgeschichte. Weil Boris natürlich nicht fehlen darf beim Laureus Sports Award in Abu Dhabi. Und weil Lilly ihren Boris erstens nicht für einen Abend aus den Augen lässt und zweitens selbst keine Gelegenheit auslässt, in jede Kamera zu starren, die ihr über den Weg läuft. Dafür lässt sie sogar ihr gerade geborenes Kind von einer Nanny beaufsichtigen. Im Hotelzimmer! Da erscheint einem ja fast Heidi Klum als treusorgende Mutti. Immerhin hat sie sechs Wochen gewartet, ehe sie nach der Geburt wieder auf dem Laufsteg rumturnte. Nein, nein, nein. Das waren alles in allem doch Tage zum Aufregen. Hoffentlich begegnen uns nächste Woche vernünftigere Menschen.

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