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Trends im Skisport

Freeriden ist Trendsport Nummer eins im Skisport. Sanftes Gleiten auf unberührten Tiefschneehängen und die Einsamkeit der Bergwelt genießen, davon träumt jeder Skisportler. Dabei machen es ausgefeilte Produkte dem Sportler immer leichter die begehrten Abfahrten zu erreichen.

© Arc'teryx

Der große Trend im Skisport  ist Freeriden. Tiefer Pulverschnee, glitzernde Schneekristalle, einsame Bergwelten. Ausgestattet mit breiten Freerideski und dem nötigen Know-How wagen immer mehr Skisportler den Schritt weg von Skipisten und hin zu freien Abfahrten.

© Arc'teryx

Was früher unter dem Stichwort „Geländeskifahren“ gefasst wurde, hat heute viele Facetten. Freerider fahren steile Berghänge hinab, jagen dem Pulverschnee hinterher und suchen die Einsamkeit in der winterlichen Bergwelt. Freerider lassen die perfekt modellierten Pisten hinter sich und suchen sich ihren Weg ins Tal auf eigene Faust. Lifte und Infrastruktur, die der moderne Skisport mit sich bringt, nehmen sie dabei gerne als Hilfe, um sich ihr Abenteuer am Berg zu suchen. Dabei fährt man nicht nur auf Variantenabfahrten in unmittelbarer Pistennähe, sondern nähert sich dem klassischen Skitourengehen an, also dem eigenständigen Aufsteigen im freien Skigelände. Einzigartige Bergabenteuer in unberührter Winterlandschaft warten darauf neu entdeckt zu werden.

Neue Technologien für unbeschwertes Aufsteigen und Abfahren

© Arc'teryx

Neue Materialien und Technologien helfen den Freeridern bei der Ausübung jeglicher Spielart ob „Hardcore-Freeriden“ oder Skitouren. Die Ski sind im letzten Jahrzehnt in Breite und Länge gewachsen, was den Auftrieb im Pulverschnee erhöht und das Fahren wesentlich erleichtert. Die neuste Entwicklung wird unter dem Begriff „Rocker“ zusammengefasst: negative Vorspannung, die sogenannte „Bananenform“, sorgt für Auftrieb in weichem Schnee. Für die Saison 2011/2012 finden diese Technologien auch in den aufstiegsorientierten Bereichen des Skisports Einzug. So dürfen nun auch Tourenskifahrer die Vorzüge des mühelosen Hinabgleitens dank breiten Rockerski erfahren ohne dabei merkliche Einbußen im Aufstieg hinnehmen zu müssen. Freude bei der Abfahrt, das gilt nun auch für früher klassische Tourengeher.

Doch nicht nur bei den Freeride-Ski, sondern auch bei Freeride-Skischuhen und Freeride-Bindungen bewegt sich die Skisportindustrie mit großen Schritten voran. Konnte man als Freerider früher nur zwischen harten, unbequemen Alpinskischuhen oder weichen, beinahe unfahrbaren Tourenskischuhen wählen, so ist aktuell eine große Auswahl an verschiedenen Modellen verfügbar. Für jeden Fuß und für jede Spielart, ob Freerider und Tourengeher, für jeden ist das passende Modell dabei.

Ebenso schreitet die Entwicklung bei Skibindungen voran. Die klassischen Aufstiegsorientierten Bindungshersteller stellen immer stabilere Bindungen her, die auch auf breiten Freeride-Ski funktionieren, und Alpinbindungen werden mit einer Aufstiegsfunktion ausgestattet. Die Lücke zwischen aufstiegsorientiertem Tourengehen und abfahrtsorientiertem Alpinskifahren schließt sich dabei zunehmend. Freerider haben nun auch Freude beim Aufstieg, Tourengeher bei der Abfahrt.

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Zur Grundausstattung beim Freeriden und Skitourengehen gehört neben Ski, Schuhe, Bindung und Bekleidung an oberster Stelle die Lawinen-Notfallausrüstung. Mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät (kurz: LVS), Lawinensonde und Lawinenschaufel ist man für den Notfall – eine Lawinenverschüttung – gerüstet. Das LVS am Körper, Sonde und Schaufel im Rucksack verstaut, kann es allerdings noch nicht losgehen. Ohne fundierte Kenntnisse über die Gefahren in der freien Natur sollte sich niemand abseits der Piste wagen. Bei einem Lawinenkurs oder in Begleitung eines erfahrenen Bergführers kann man die Grundlagen des modernen Lawinenmanagements lernen. Wer das „Einmaleins“ aus der Schule noch beherrscht, wird sich auch schnell das „Dreimaldrei“ des Lawinen-Risikomanagements merken können. Denn die Kenntnisse über den Umgang mit den ständig vorhandenen Gefahren zu verinnerlichen, ist Grundvoraussetzung zum Freeriden.

Freeride – der Trendsport

Freeride, die moderne Spielart des Skisports ist kein kurzfristiger Modetrend. Freeriden hat eine lange Tradition und wird schon seit vielen Jahrzehnten von Bergenthusiasten betrieben. Als es Anfang des 20. Jahrhunderts noch kaum Lifte gab, sind Skipioniere und Skisportverrückte mit Lederschuhen die Berge hochgelaufen, um sie mit viel Spaß und Adrenalin hinabzudüsen. Ihre Ausrüstung bestehend aus sperrigen Holzski, wackeligen Wanderschuhen und selbstgebastelten Lederriemenbindung. Ihr Treiben scheint aus heutiger Sicht abenteuerlich - was es sicherlich auch war. Heute dagegen findet jeder Skisportler perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten. Freeride ist Trendsport, ein Trendsport mit jahrzehntelanger Tradition im Skisport.

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