Die Hosenbeine sind feucht, die Finger klamm. Der Wilde Kaiser taucht über dem verschneiten Wald auf, während der Adrenalinspiegel langsam wieder sinkt.

© Ingo Wilhelm
Auf der sogenannten Burma-Brücken hangelt man sich – gut gesichert – über den tosenden Wildbach
Wir sind auf dem Rückweg von einer Winter- Canyoning-Tour. Das Rauschen des Wildbachs klingt noch in den Ohren –die Anblicke der winterlichen Schlucht behält man wohl ein Leben lang vor dem inneren Auge. Im Sommer gehört Canyoning seit Jahren zum Angebot von Erlebnis- Veranstaltern wie Robert Popp (52).
Die Anforderungen an die Teilnehmer schraubt Robert Popp nicht allzu hoch: „Man sollte trittsicher und ein bisserl sportlich sein sowie genug Mut zum Abseilen haben.“ Ob der Mumm ausreicht, merkt man gleich beim Einstieg, wo man sich 70 Meter tief an einem Seil in die Schlucht herablässt. Solche Stellen erfordern sichere Verhältnisse.
I.W.
Veranstalter: Bei der Agentur Outdoor Adventure kann man das Winter-Canyoning bis in den März hinein täglich buchen. Eine Tour kommt ab fünf Teilnehmern zustande, maximale Teilnehmerzahl: zehn. Dauer: etwa 2,5 Stunden
Preis: 69 Euro pro Person Alter: ab zwölf Jahre
Kontakt: www.outdooradventure. de, Telefon 080 33/ 308 96 99. Oder über den Tourismusverband: www. chiemsee-alpenland.de, Telefon 080 51/96 55 50.
Ausgangspunkt: Kiefersfelden (Thierseestr. 235). Der Ort hat eine eigene Ausfahrt auf der Inntalautobahn kurz vor der Grenze zu Österreich.
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