023.06.10|DFB-Team|
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Johannesburg - Der Mann hört ja auf als ARD-Experte – vielleicht weil er schon einen neuen Job als Prophet hat? Günter Netzer behielt mit seiner Prognose recht. Die Stimmen zum Spiel.

© Getty
Mesut Özil & Co. zeigen sich selbstbewusst
„Mesut Özil kann hier eine entscheidende Person werden“, orakelte Günter Netzer in der Halbzeit. 60. Minute: Mesut Özil ballert uns ins Achtelfinale! Danach musste noch reichlich gearbeitet werden, aber am Ende stand dann doch der Triumph, den Philipp Lahm so erlebt hatte: „Wir haben nicht gezittert, aber es war schon sehr schwer. Wir haben zuviel zugelassen, das darf uns normal nicht passieren. Aber wir waren angespannt und wir können froh sein, dass wir es geschafft haben.“
Eben dank Mesut Özil, der ebenfalls voll auf der Linie seines Kapitäns lag, als er nach dem Spiel analysierte. „Wir wussten, dass das sehr schwer wird. Ich musste in der ersten Halbzeit das Tor machen, daher war das sehr erleichternd für mich, dass ich noch getroffen hab.“ Und in der Hinsicht hatte er wohl vorm Spiel einen Termin bei ARD-Orakel Netzer. Özil grinsend: „Aber ich wusste, dass ich heute ein Tor mache. Ich hab einfach geschossen, der Ball ist reingegangen, das war’s.“
Das war’s dann aber auch schon mit der Rückschau, denn der Torschütze blickte wie alle sofort nach vorn: „Wir wussten, dass es heute schon mit der K.o.-Runde anfängt, dass wir ab heute jedes Spiel gewinnen müssen. Jetzt geht es gegen England, aber das ist eigentlich egal, wir müssen und können jeden schlagen.“
Dass das möglich ist, daran glaubt auch Jerome Boateng: „Wir haben unsicher gewirkt, haben schwer ins Spiel gefunden, wir sind einfach froh, dass wir gewonnen haben“, gab er zwar zu. Aber was Mut macht für den Klassiker gegen England, das hatte er auch parat: „Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, denn jeder hat für den anderen gekämpft, ist für den anderen gelaufen, so muss das auch weiterhin laufen.“ Dass er überhaupt spielen würde, das ahnte er schon vor zwei Tagen, so Boateng: „Da hab’ ich mit Jogi Löw gesprochen. Ich solle mich darauf vorbereiten, es sei aber nicht sicher das ich spiele. Doch ich denke, dass ich mir das verdient habe.“
Und dann schob er noch etwas hinterher, was vor allem Günter Netzer freute: „Wir müssen und können uns alle steigern.“ Das sei eine „sehr gesunde Einstellung, das gefällt mir, dass die Spieler so eine realistische Selbsteinschätzung haben“, lobte Netzer. „Dass sie nach so einer Leistung weder sich noch das Team schonen. Das ist gut und spricht für die Mannschaft.“
Eine Einstellung, die er auch mit DFB-Boss Theo Zwanziger teilte. „Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass das Selbstvertrauen ein bisschen fehlt. Aber jetzt gibt es Champagner, denn wir dürfen uns freuen, da ich glaube, dass wir uns noch steigern können. Diesen Eindruck vermittelt das Team!“
Und diesen Eindruck sollten sie auch in die Realität umsetzen, so Netzer: „England ist ein anderer Gegner, da dürfen die Fehler, die heute passiert sind, nicht wieder auftauchen.“ Klingt aber irgendwie zu pessimistisch, was der ARD-Experte da sagt, oder? Deshalb wir doch lieber noch mal hören, was der ARD-Prophet zu sagen hat in Sachen Achtelfinale. Also bitte, Herr Netzer: „Wir sind besser als die Engländer.“ Danke, schön zu hören!
tz
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